Nährstoffmangel im Teich

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    • Nährstoffmangel im Teich

      Hallo,

      da sich ein Teich ähnlich verhält wie ein Aq ( hat sich meinen Versuchen bestätigt) außer das Verschiedene Faktoren wie Temperatur und Licht, möchte ich mich an euch wenden.
      Mein Teich ca 8m3 Wasser ( fast reines Pflanzenbecken)wird seit der Einrichtung von Fadenalgen heimgesucht. Nitrat und Phoshat sind immer unter Nachweißgrenze der Jbl Tests. Nachdem ich das Co2 Problem ( PH bis 8,75) durch zugabe von Heu im Bachlach im Griff hatte, setzte der Pflanzenwuchs wie entfesselt ein. Die Algen verschwanden. Nun nach 8 Wochen ist der PH bei 7,2 (kh 14). Müßte also genug co2 für den Pflanzenwuchs verhanden sein.
      Allerdings werden nun Wasserlinsen und die Schwimmpflanzen gelb und werden von Fadenalgen (Grünalgen) befallen. Auch die Unterwasserpflanzen stellen nach und nach ihr Wachstum ein, im gleichen Masse wachsen dafür die Algen. Fischbesatz ist minimal. Erneuter Einsatz von Heu bringt diesmal nichts.
      ES scheint ein Mangel von Nährstoffen vorzuliegen, der das Pflanzenwachstum zum Erliegen bringt und die Algen nutzen diesen Zustand für sich.
      Kennt vielleicht jemand diese Symthome im Aq Bereich und hat eine Idee womit zu Düngen ist. Viele Mittel die es für AQ gibt scheiden oft wegen der hohen Kosten im Teich aus.
      Habe versuchsweise Blaukorn eingesetzt. In den nächsten 2 Tagen sind dann verstärkt Algen zu ernten, die Algen lösen sich von den Pflanzen. Die Pflanzen werden wieder grün, später hört dann das Algenwachstum auf. NAch ca 1-2 Wochen geht das Spiel von neuen los. So ganz geeignet ist Blaukorn nicht, aber ohne gehen regelmäßig Pflanzen ein.
      Vielleicht hat jemand hier eine Idee....

      Viele Grüße Jürgen
    • Re: Nährstoffmangel im Teich

      Hallo,
      einen Unterschied gibt es allerdings, man hat die Stoffflüsse nicht so unter Kontrolle, wie in der Wohnung.
      Man kann relativ schlecht den Stoffeintrag durch Laub, Regenwasser, Vögel etc. kontrollieren, ebensowenig kann man mal kurz einen Wasserwechsel von 30 oder 50 % machen.
      Wird denn in diesem Teich auch entsprechend des eingesetzten Düngers Biomasse (also Pflanzen) entnommen?

      Die Probleme des Teichs rühren meiner Meinung nach aus den beschriebenen Werten. Wie im Aquarium können Wasserpflanzen nicht wachsen, wenn Ihnen schon die Hauptnährstoffe Stickstoff und Phosphat fehlen (Kalium wahrscheinlich auch, läßt sich nur schwerer testen).
      Der erste Einsatz von Heu hat wahrscheinlich ein ganze Menge ausgelöst:
      es wurden N und P freigesetzt, durch die pH-Senkung wurde CO2 frei, Spurennährstoffe wurden durch die Huminstoffe und den niedrigeren pH mobilisiert. Das reicht aber nicht ewig. Auch zugesetztes Blaukorn konnte dem Mangel nur zeitweise abhelfen. Wahrscheinlich ist das P/N-Verhältnis im Blaukorn für Landpflanzen zu weit auf der P-Seite, so daß man aufpassen muß, den Teich nicht für alle Zeiten mit zuviel Phosphat zu versorgen.

      Ich würde hier nach Messung der Einzelwerte gezielt Stickstoff, Phosphat und Spurenelemente/Eisen nachdüngen (und zwar gerade so viel wie nötig ist, nicht auf Vorrat). Und: das muß man wohl die gesamte Vegetationsdauer regelmäßig und dauernd wiederholen.
      Liege ich richtig, daß der Teich noch sehr neu ist? Mit der Zeit werden Depots für bestimmte Nährstoffe entstehen, die verhindern, daß so schnell Mangelsituationen entstehen.

    • Re: Nährstoffmangel im Teich

      Hallo Andreas,

      tschuldige die späte Antwort. Die Technik....

      Deine Antwort bestätigt meine Vermutungen. Der Teich ist aber schon im 7. Jahr. Die Mangelerscheinungen waren von Anfang an. Wenn mal Pflanzenwuchs da war mußte natürlich auch geerntet werden- damit noch Wasser zu sehen ist.
      Vermute einen Eisen bzw Spurenelementemangel, wegen der gelbfärbung der Schwimmpflanzen.
      Hatte die letzen Wochen einen Selbstbaufilter mit Heufüllung in Betrieb- Pflanzen haben sich erholt- Algen gegen zurück, nur diesmal nicht so effektiv wie beim ersten mal. Vermute das durch das Reduktion Eisen und sonstige Spurenelemente rückgelöst werden- aber wo nicht viel ist....
      In den vollschattigen Bereichen sind die Pflanzen zwar kleiner, aber völlig gesund- schließe daraus das Licht und Nährstoffangebot nicht passig sind.
      Gezielt Düngen halte ich auch für besser.
      Nur wo bekomme ich, in die Mengen an Dünger für Wasserpflanzen her? AQ Produkte für 5000 liter kosten auf Dauer ein Vermögen.

      Gruß Jürgen
    • Re: Nährstoffmangel im Teich

      Hallo,
      > Nur wo bekomme ich, in die Mengen an Dünger für Wasserpflanzen
      > her? AQ Produkte für 5000 liter kosten auf Dauer ein Vermögen.

      Ja, schon. Du must mal schauen, ob Dir die Preise für meine Großpackungen (Pulver für 5000 ml) eher zusagen. Sollte der Bedarf noch höher sein, kommen ja auch noch bis zu 20 % Rabatt dazu.
      Der Bedarf eines Teiches ist ja dann doch nicht ganz so hoch, wie ein Aquarium, da das Verhältnis Wasservolumen zu Pflanzen doch immer größer ist.
      Z.B. habe ich einen Kunden mit 25.000 l Teich und künstlichem Bachlauf, der auch mit ca 60 ml Düngermischung pro Tag hinkommt.
      Ich vermute auch, daß die Gelbfärbung eher auf Stickstoff- und nicht auf Eisenmangel zurückzuführen ist.
      Wenn es nicht Eudrakon P und N sein sollen, kann man immer noch Kaliumnitrat und ein Phosphat im Chemikalienhandel kaufen (bei Blaukorn darauf achten, daß kein Nitrifikationshemmer enthalten ist. Das Verhältnis N/P ist auch zu klein für aquarische Anwendungen. Man kann Blaukorn als P-Quelle einsetzen, muß aber zusätzlich noch mehr N nachdüngen).

    • Hallo!
      Wenn du deinen Teich bei Nährstoffmangel mit zusätzlichen Nährstoffen versetzt solltest du aufpassen dass das ganze dann nicht womöglich kippt.
      Sonst hast du ganz schnell, so wie ich letztes Jahr, ein Algenproblem am Hals. Würde mich an deiner Stelle schon mal vorausschauend
      nach einem guten Algenmittel umsehen.

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