Beiträge von Jürgen Beisser

    Hallo,


    in dem erwähnten Buch passt der Text nicht zum Bild. Es ist zu sehen, dass hier das Produkt Phyton-GIT, nicht jedoch ein Dünger, in den Bodengrund injiziert wird. Bei diesem Amano-Produkt handelt es sich um ein so genanntes Phytonzid oder auch Phytoalexin. Unter Phytonziden versteht man natürliche Abwehrstoffe der Pflanzen gegen Infektionen von Schadorganismen. Meines Wissens setzt Amano das Produkt z.B. zur (unterstützenden) Bekämpfung von Blaualgen ein. Daher die Anwendung in der Nähe des Infektionsherdes.


    Grüße


    Jürgen Beisser

    Tobias schrieb:
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    > Hallo Jürgen!
    >
    > Was genau versteht man unter der drift?
    > Heisst es, das die Elektroden (wie in meinem
    > Problem beschrieben) nach kurzer Zeit (1-2 Wochen)
    > nach eichung "völlig" andere Werte ausgeben? - PH
    > 6,9 = PH 7 - ??


    Hallo Tobias, genau so ist es. Wobei, wie ich schon erklärt hatte, die Drift meist nur bei neuen Elektroden eine Rolle spielt (oder bei stärkerer Verschmutzung).


    > Wenn das alles so ungenau ist, was soll ich dann
    > mit einer automatischen Regelung für teures Geld?
    > hätt ich ja meinen alten Blasenzähler behalten
    > können.


    Als ungenau würde ich eine Abweichung von +/- 0,1 pH-Einheiten nicht bezeichnen.
    Was wichtig oder was Spielerei ist, muss eigentlich jeder für sich selbst entscheiden. Leider ist die Erfahrung oft mit größeren finanziellen Ausgaben verbunden.

    Grüße
    Jürgen

    Hallo Barbara, hallo Tobias,


    man muss sich im klaren darüber sein, was man eigentlich mit einer pH-Regelung bezwecken will und wo die Gefahren einer Automatik liegen. Beruflich habe ich viel mit pH-Messungen und -regelungen zu tun, daher habe ich keine im Aquarium. Die CO2-Menge stelle ich lieber von Hand ein, da ich weiß, dass man sowohl die pH-Elektroden als auch die Reglereinheit gut überwachen muss. Es stimmt, was Andreas schrieb, dass nämlich insbesondere neue Elektroden eine nicht unerhebliche Drift aufweisen. Alte Elektroden verlieren dagegen ihre Linearität, sodass sie irgendwann nicht mehr kalibriert werden können und dann ersetzt werden müssen. Im übrigen altern die Kalibrierlösungen, theoretisch soll man sie nach jeder Kalibrierung verwerfen, praktisch sind sie aber ca. 1 bis 3 Monate haltbar. Man kann sich die Kalibrierlösungen übrigens selbst herstellen, es gibt da von Fa. Merck Kapseln für die gewünschten pH-Werte, die man in je 100 ml dest. H2O auflösen kann. Diese Kapseln sind preisgünstig zu bekommen und trocken lange haltbar.
    Was aber stets zu Messungenauigkeit führen kann, ist eine Verschmutzung der Elektrode. Fühlen sich eure Einrichtungsgegenstende im AQ schnell glitschig an (Bakterien)? Falls das so ist, sollte man die Elektrode regelmäßig vorsichtig abwischen, da es sonst möglich ist, dass das Aquarienwasser den Biofilm auf der Elektrode nicht ausreichend durchdringen kann.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo Andreas,


    danke für die Tips zur Düngung. Generell stimme ich schon zu, dass die mit Tröpfeltests erzielten Resultate mit Vorsicht zu behandeln sind, obwohl es insbesondere bei den colorimetrischen Tests (also nicht den Titrationen) recht zuverlässige Kits gibt. Selbst in industriellen Laboren wird immer mehr mit Schnelltests gearbeitet, z.B. kenne ich kaum noch welche, die CSB-Werte nach den Deutschen Einheitsverfahren (DEV) kochen, weil einfach das Personal fehlt. Bei Behörden mag das noch anders sein (?).
    Den Wasserwerken würde ich dann voll vertrauen, wenn ich sicher wäre, dass Ca++ und Mg++ mit AAS bestimmt wurden, die nasschemische Bestimmung mittels Eriochromschwarz T Indikator und EDTA ist jedoch nach meiner Erfahrung und auch der Literatur recht störungsanfällig. Außerdem scheint es sich bei den zitierten Wasseranalysen um einzelne Stichproben von 3 verschiedenen Brunnen zu handeln. Da kann sich also schnell etwas ändern, auch jahreszeitlich bedingt. Ich werde das gelegentlich noch einmal persönlich im Labor gegenprüfen. Was aber doch eher für die niedrigeren Werte spricht, sind die ebenfalls recht niedrigen Ergebnisse für die Säurekapazität Ks4,3, da wir in unserem Wasser außer Hydrogencarbonat nur geringe Konzentrationen anderer Anionen finden.


    Grüße
    Jürgen

    Hallo,


    da ich nicht sicher bin, ob ich hauptsächlich mit Ferrdrakon oder mit Ferrdrakon K düngen soll, möchte ich diese Freage zur Diskussion stellen. Die Wasseranalyse meines Versorgers lautet:


    pH 7,5 - 8,2
    Lf. 265 - 346 µS/cm
    GH 6,2 - 8,3 °dH (meist 11 nach Tropftest)
    KH 5,0 - 7,6 °dH
    Ca++ 30 - 39 ppm
    Mg++ 9 - 13 ppm
    Na+ 9 - 12 ppm
    K+ 2 - 3 ppm
    NO3- 3 - 10 ppm (meist 5 nach Tropftest)
    Cl- 13 - 17 ppm
    Fe 0,02 - 0,03 ppm
    Mn <0,01 - 0,03 ppm


    Mein Aquarium-Zusatzwasser bereite ich aus einer 1:1-Mischung von RO-Wasser und Leitungswasser zu, da ich schwach saures Weichwasser (pH 6,8, GH 5 °dH) haben möchte. Daher vermute ich eine Kalium-Konzentration von ca. 1 bis 1,5 ppm im Becken, was ich für relativ gering halte. Irgendwo im Netz habe ich gelesen, dass ein dänischer Wasserpflanzenexperte (von Firma Tropica?) eine K-Konzentration von ca. 10 ppm empfiehlt. Das ist natürlich mit Ferrdrakon schwer zu erzielen. Sollte ich daher ausschließlich mit Ferrdrakon K düngen?


    Grüße
    Jürgen Beisser