Hallo Daniela,
ich bin seit nun mittlerweile über 20 Jahren Aquarianer, habe also doch schon ein bisschen Erfahrung in dieser Hinsicht. Normalerweise hätte ich die gleichen Antworten zu Deinem Fischsterben geschrieben, wie es die anderen auch getan haben. Allerdings hatte ich vor etwa zwei Jahren in drei von meinen 8 Aquarien ganz ähnliche Erscheinungen.
Fische fingen mit einer unheimlisch schnellen Geschwindigkeit an zu sterben. So etwas hatte ich zuvor noch nie erlebt.
Innerhalb eines Tages verlor ich zwischen 15- 25 Tiere. Erste Anzeichen waren schnelle Atmung gefolgt von wattebauschartigen Gebilden an sämtlichen Flossen, weißlicher Kot, auflösen der Flossen und anschließender Tot. Zwischen den ersten Anzeichen bis zum Tod der einzelnen Tiere vergingen nie mehr als 5-8 Stunden.
Ich habe insgesamt ca. 200 Tiere in 14 Tagen verloren.
Behandlungen mit Malachitgrün, Acrivlavin und Nifurpirinol (gegen Bakterien) brachten keine Besserung.
Meine Aquarien habe ich in dieser Zeit und zu der Zeit vor Ausbruch der Krankheit völlig identisch behandelt. Einzige Umstellung war das Trockenfutter. Ich bin in dieser Zeit von JBL auf sera vipan gewechselt. was ich jedoch schnell wieder gelassen habe.
Ich habe die toten Fische zur genauen Analyse der Todesursache in das Veterinäramt geschickt. Dort fand man heraus, dass die Fische an Leberschäden gestorben sind. Die Leber war regelrecht aufgelöst. Eine Analyse des betreffenden Trockenfutters hätte jedoch einen zu hohen Betrag gekostet. Man riet mir dort, mich mit sera in Verbindung zu setzen, was ich auch tat. Leider habe ich von dort nie eine Antwort erhalten. Ich füttere seitdem wieder Trockenfutter von JBL und habe keine Probleme mehr mit meinen Fischen.
Die betreffenden Fische waren damals Killifische, Rüsselbarben, Guppys und Blackmollys. Welse haben die Krankheit bei mir unbeschadet überstanden.
urmel