Hallo,
ich stehe vor folgendem Problem: ich möchte den Düngeplan zweier meiner "Amano"becken umstellen vom D......le Düngerprogramm auf das DRAK-Programm.
Es handelt sich um Becken à ca. 50 l Nettoinhalt. Die Becken werden beleuchtet mit je 2 x 15 Watt Röhren in Arcadia Spezialreflektoren, also 0,6 W/l bei einer Wassertiefe von < 30 cm bis Grund. Die Becken sind dicht bepflanzt mit den "üblichen Verdächtigen", also Hemianthus micranthemoides, Hemianthus callitrichoides var. "Cuba", Micranthemum umbrosum, Glossostigma elatinoides, Rotala walichii, Rotala rotundifolia, Echinodorus tenellus, Eleocharis acicularis, Tonina fluviatilis, Bacopa caroliniana, Mayacca fluviatilis, Hygrophila polysperma, Heteranthera zosterifolia, Ludwigia arcuata, Eusteralis stellata, Didiplis diandra, Blyxa auberti und Lysimachia nummularia. CO2-Düngung ist natürlich vorhanden. Die meisten Pflanzen gedeihen gut (einschliesslich der sehr empfindlichen Tonina fluviatilis), aber nicht sehr gut. Nach vielen Jahren Erfahrung mit Wasserpflanzen sehe ich Ihnen an, dass irgendetwas nicht ganz stimmt (kann das aber an nichts konkretem festmachen, nur so ein Gefühl). Und da ich die Zusammensetzung der D.... Dünger nicht kenne, hat es auch keinen Zweck, nach dem Giesskannenprinzip vorzugehen.
Die Becken sind nur dünn besetzt: z.Zt. nur diverse Neocaridina/Caridina-arten.
Wasserwechsel: jede Woche je 20 l, also 40%.
Die Wasserwerte (JBL Tropfentests):
GH: ca. 9
KH: ca. 8
pH: 6,9
NH4: n.n.
NO2: n.n.
NO3: < 1 mg/l
PO4: ca. 0,1 mg/l
Fe: ca. 0,1 mg/l
Im Leitungswasser (Bodenseewasser, Stuttgarter Süden) ist im Verhältnis zu Ca (51,4 mg/l) und Mg (8,3 mg/l) zu wenig K (nur 1,4 mg/l) enthalten.
Nun mein Problem: mir ist das Programm von D.... zu wenig durchsichtig bezüglich der Zufuhr der einzelnen Nährstoffe (v.a. im Hinblick auf die geringe Menge an K im Leitungswasser), besonders was mein oben beschriebenes "Gefühl" anbelangt.
Ich würde die DRAK-Düngern nun gerne täglich anwenden, was sich aber aufgrund der kleinen benötigten Düngevolumina sehr schwierig gestalten wird (v.a. mit den 1-ml-Dosierpumpen). Kein Problem dürfte die "richtige" Einstellung von Nitrat und Phosphat darstellen, aber beim Ferrdrakon und Ferrdrakon K wird es schon schwieriger. Da ich aus Erfahrung weiss, dass meine Becken eher mehr Dünger als "durchschnittlich" brauchen, dachte ich an insg. 5 ml Ferrdrakon und 4 ml Ferrdrakon K pro Woche. Dazu, wenn nötig, Daydrakon.
Da ich aber die Dünger (1) wegen des "herantastenwollens" an die richtige Dosierung und (2) wegen der Ausfällung von Magnesiumcarbonat (habe die Dünger alle flüssig bezogen) nicht mischen will, kann ich ohne grösserer Panscherei mit kleinen Spritzen wohl keine Tagesdüngung vornehmen. Deswegen dachte ich mir, das Wechselwasser mit 2 ml Ferrdrakon und 1 ml Ferrdrakon K vorzudüngen und an den 3 auf den WW folgenden Tagen jeweils 1 ml von jedem Dünger zuzugeben. Dann eine Pause von 3 Tagen bis zum nächsten WW.
Könnte es bei diesem Düngeplan nach Eurer Erfahrung/Einschätzung Probleme mit verstärktem Algenwuchs geben? Ich könnte natürlich auch den Dünger auf 2 "Portionen" verteilt zugeben, aber mit der Peak-Düngung habe ich schon mit D.... keine guten Erfahrungen gemacht!
Beste Grüße, Steffen