Posts by rogerspark

    Hallo Andreas,


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    Gibt es denn Ansatzpunkte, für die Frage nach Überdüngungsschäden


    es gibt Hinweise! Vereinzelte Pflanzen weisen an älteren Blättern eine Lochbildung ähnlich wie bei Kaliummangel auf. Die Marsilea Hirsuata bekommt schwarze Beläge auf älteren Blättern. Z. Zt. gibt es ein Problem mit Algenbelägen besonders auf schnell wachsenden Pflanzen wie der Limnophilia sessiliflora. Die Algenbeläge erweisen sich nach mikroskopischer Untersuchung als symbiotische Mischung zwischen Blau- und Grünalge.


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    Warum muß der Eisengehalt bei 0,2 mg/l liegen, um einen gleichbleibenden Gehalt zu bekommen, wieso soll das nicht auch mit 0,1 mg/l funktionieren?


    Muß nicht, ich hatte nur auf 0,2 erhöht um eine mögliche Verbesserung der Situation zu erreichen. Dies war nicht der Fall. 0,1mg/l sind somit auch ausreichend. Am täglichen Ferrdrakon Verbrauch ändert sich dennoch nichts.


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    Daydrakon enthält noch einige sog. beneficial elementes und kann daher insbesondere in Planzenbecken die zu Starklichtbecken tendieren sehr nützlich sein.
    Es ist aber keine absolutes Muß, wenn man einen vernünftigen Eisengehalt auch auch mit Ferrdrakonmengen erhalten kann, die noch innerhalb der Empfehlung liegen.


    Die maximale Empfehlung für Ferrdrakon wären für mein 160 Liter Becken etwa 3,5ml täglich. Im Moment brauche ich aber 9ml um den täglichen FE- Bedarf zu decken. Wie viel Daydrakon müßte ich denn noch zudüngen um das zu erreichen?


    Gruß
    Roger

    Hallo,


    mich beschäftigt seit einiger Zeit eine grundsätzliche Frage welche durch aktuelle Probleme in meinem Aq jetzt noch interessanter geworden sind.
    Aber von Anfang!


    Es geht um folgendes Becken:
    Becken: Juwel Panorama 100 (ca. 160Liter netto)
    Bodengrund: Granatsand 0,4-0,9mm
    Beleuchtung: 3x39W und 1x24W Osram T5 in der Lichtfarbe 865 (Daylight).
    Beleuchtungszeit: 4Stunden 78W - 4Stunden 141W - 3Stunden 78W.
    Filter und Pumpen: Eheim Thermofilter 2324; Eheim 1005 Powerhead
    Filtermaterial: Je eine Filterpatrone auf dem Ansaugkorb (Geringfilterung)
    CO2: ##### Delta Druckgasanlage mit 2Kg Flasche und MiniJet DM40 Aussenreaktor
    Kühlung: 2x120mm N####a Computerlüfter


    Profilux Aquariencomputer zur Licht- Temperatur- und Ph-Steuerung



    Pflanzen:


    Bacopa australis
    Proserpinaca palustris
    Rotala rotundifolia ( Kleine Rotala )
    Marsilea hirsuta
    Rotala boschii
    Nuphar japonica
    Limnophilia sessiliflora
    Blyxa japonica
    Nymphaea lotus (zenkeri) 'rot
    Vesicularia montagnei "Christmas Moss"



    Wasserwerte vom 09.09.2008 gemessen mit Fotometer:
    Temp: 24,5°C
    GH: 7,5
    Kh: 2,0
    Ph: 6,4
    NO3: 6,5
    PO4: 0,5
    K: 6,5
    Fe: 0,2
    Lw: 278µS
    Ca:Mg = 3:1


    Düngung täglich: 9ml Ferrdrakon, 4ml Easy Carbo, Makros nach Bedarf
    Wasserwechsel z. Zt. alle 14 Tage 50% mit vollentsalztem Wasser, aufgehärtet mit Duradrakon.


    Wie oben zu lesen, dünge ich täglich 9ml Ferrdrakon auf 160L was wohl einer 3-fachen Überdosierung entspricht. Grund für die Dosierung ist den Fe konstant zu halten.


    Meine Frage ist nun, ob durch diese Überdosierung Pflanzenschäden ausgelöst werden oder andere negative Effekte auftreten können? Ist die Reduzierung der Ferrdrakon Menge und dafür eine zusätzliche Düngung mit Daydrakon sinnvoller und wenn ja, warum?


    Vielen Dank für eine ausführliche Antwort.
    Gruß
    Roger

    Hallo Andreas,


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    Ferrdrakon ist ja nicht auf einmal seit es KramerDrak gibt ein schlechter Dünger geworden!


    ganz klar- das hat auch niemand behauptet! Deine Produkte sind unbestritten das beste und auch von den Bestandteilen sehr gut nachvollziehbare was ich kenne.



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    Ihr seid übrigens die ersten, die sich hier in vielen Jahren über zu viel Kalium mokieren. Über Jahre hinweg wurde die meiste Kritik an zu wenig Kalium geäußert.


    Es gibt immer Einzelfälle zu den wir zu gehören scheinen und Du kannst es sicher nicht jedem Recht machen, das ist keine Frage. Dennoch wollten wir bei Dir um Rat ersuchen und darauf aufmerksam machen das es auch so etwas gibt.


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    das ist eine Fehlinterpretation eines hohen Kaliumverbrauchs. Kalium kann nicht ausgefällt werden.


    Wenn es nicht ausgefällt wird, wo bleibt es dann? Zu meinen Zeiten mit intensiver Zeolithfilterung verschwanden davon 8-10mg/l am Tag. Das können die Pflanzen unmöglich verbraucht haben.


    Gruß
    Roger

    Hallo Andreas,
    das war genau die Antwort wie ich sie mir nicht erhofft hatte.:(
    Ingrids Frage und auch mein Problem bezog sich auf stark Pflanzenlastige Becken welche ohne oder nur mit sehr wenig Filtermaterial betrieben werden. D. h. das Nährstoffe wie z. B. Kalium nicht im Filter ausgefällt werden wie es vermutlich bei vielen Kaliummangelbecken der Fall ist. Des weiteren muß bei solchen Becken teilweise recht kräftig mit KNO3 zugedüngt werden um den Nährstoff nachweisbar zu halten. Durch diese Nitratdüngung wird auch sehr viel Kalium zugeführt welches nicht verbraucht werden kann. Bei einer Stoßdüngung mit KNO3 nach dem WW erreiche ich schon einen Kaliumgehalt von 20mg/l welcher sich durch weitere Düngergaben noch weiter erhöht. Die Folge dessen ist eine verstärkte Grünalgenbildung.
    Ich versuche momentan durch die Verwendung von Calciumnitrat dem entgegen zu wirken was in Verbindung mit Vollentsalztem Wasser eingeschränkt Erfolg bringt.
    Einfacher wäre es, wenn die Dünger einen nicht so hohen Kaliumgehalt aufweisen würden und man selbst nach Bedarf regulieren könnte.


    Gruß
    Roger