Stickstoff

  • hallo allerseits,


    ich habe in meinem becken das problem , dass die pflanzen zwar assimilieren, aber kein nennenswertes wachstum zeigen.
    alle für mich meßbaren parameter sind o.k.
    nach langer (!) sucherei bin ich auf die idee gekommen, das wasser in einem labor testen zu lassen wo der mangel liegt, weil mit den tropftests, auch wenn sie neu sind ist es so eine sache....
    dabei ist dann rausgekommen, dass der Kaliumwert ok ist mit 4,6, mg aber....
    0,1 mg NO3 und man hat 23 µg Ammonium festgestellt.
    Natrium war mit 18mg allerdings hoch. ich benutze 2/3 Osmosewasser.
    Der Grund dafür ist, mein Leitungswasser hat ziemlich hohe (0,5) PO4 werte.


    Also steht fest, meine pflanzen haben hunger.
    selbst eusteralis hat da schon probleme.
    Dann bin ich zu dem entschluss gekommen mit in der Apotheke erhältliches Ammoniumcarbonat zu düngen und mehr zu füttern, insbesondere Mückenlarven.
    Meine Frage: Ist das korrekt, selbst nach 2 Tagen ist immer noch kein NO3 meßbar.
    Zehrung der Pfl. ????
    Direkt mit KNO3 wollte ich nicht düngen wegen des Kalium....
    Wenn es richtig war, wann würde sich der höhere N- Gehalt bemerkbar machen ?
    (Ich glaub ich hab schon zuviel reingekkippt, ich denke mal so 2-3 gramm)


    Das becken hat auch etwas probleme mit algen, insbesondere die Nadelsimse auf dem Bodengrund vealgt (grünalge)
    Dann noch was:
    Dieses becken ist ein "Starklichtbecken" auf 270l kommen 2 x 150 W HQI.
    Man kann sehen, dass manche Pflanzen in schattenzonen besser wachsen als im direkten licht.
    ich werd den eindruck nicht los als ob das zuviel ist und der gedanke, auch der kosten wegen, auf 2x 70 W umzurüsten hält sich hartnäckig.
    was haltet Ihr davon ???


    wäre dankbar für eure hilfe....


    MfG

  • Hallo,
    > ich habe in meinem becken das problem , dass die pflanzen
    > zwar assimilieren, aber kein nennenswertes wachstum zeigen.
    > alle für mich meßbaren parameter sind o.k.


    daran sieht man, daß die !meßbaren! Parameter nicht alles sind.


    > nach langer (!) sucherei bin ich auf die idee gekommen, das
    > wasser in einem labor testen zu lassen wo der mangel liegt,
    > weil mit den tropftests, auch wenn sie neu sind ist es so
    > eine sache....


    kann man das Labor erfahren, daß solche Dienstleistungen anbietet (Kosten?) - gerne auch per PM.


    > dabei ist dann rausgekommen, dass der Kaliumwert ok ist mit
    > 4,6, mg aber....


    ja


    > 0,1 mg NO3 und man hat 23 µg Ammonium festgestellt.


    sehr, sehr wenig Stickstoff.


    > Natrium war mit 18mg allerdings hoch. ich benutze 2/3
    > Osmosewasser.


    Dann war wahrscheinlich Chlorid auch hoch? Kochsalzanteil im Wasser, wohnst Du in der Nähe der Küste?


    > Der Grund dafür ist, mein Leitungswasser hat ziemlich hohe
    > (0,5) PO4 werte.


    wobei ich anmerken muß, daß 0,5 mg/l noch gehen, da kenne ich andere, die es noch schlimmer erwischt hat (im Trinkwasser dürfen immerhin bis zu 6,7 mg/l PO4 sein).


    > Also steht fest, meine pflanzen haben hunger.


    Ja.


    > Dann bin ich zu dem entschluss gekommen mit in der Apotheke
    > erhältliches Ammoniumcarbonat zu düngen und mehr zu füttern,
    > insbesondere Mückenlarven.


    Gute Idee.


    > Meine Frage: Ist das korrekt, selbst nach 2 Tagen ist immer
    > noch kein NO3 meßbar.
    > Zehrung der Pfl. ????


    Ja, so schnell steigt der Wert nicht, vor allem wenn die Pflanzen vorher Kohldampf geschoben haben.
    Man kann gut und gerne jeden Tag 0,1 - 0,2 mg/l Ammonium (Ammoniumcarbonat enthält nur 30 - 40 % Ammonium) zuführen ohne! daß der Nitratwert steigt.


    > Wenn es richtig war, wann würde sich der höhere N- Gehalt


    > bemerkbar machen ?Den Pflanzen sollte man es schon nach 2 - 3 Tagen anfangen anzusehen.


    > (Ich glaub ich hab schon zuviel reingekkippt, ich denke mal
    > so 2-3 gramm)


    Kommt auf die Größe des Beckens an, empfohlenen Menge s. oben.


    > Das becken hat auch etwas probleme mit algen, insbesondere
    > die Nadelsimse auf dem Bodengrund vealgt (grünalge)


    kann mit dem N-Mangel zusammenhängen.


    > Dann noch was:
    > Dieses becken ist ein "Starklichtbecken" auf 270l kommen 2 x
    > 150 W HQI.
    > Man kann sehen, dass manche Pflanzen in schattenzonen besser
    > wachsen als im direkten licht.


    Hier brauchen sie nicht so viele Nährstoffe, kommen daher mit latenten Mangelsituationen besser zurecht.


    > ich werd den eindruck nicht los als ob das zuviel ist und der
    > gedanke, auch der kosten wegen, auf 2x 70 W umzurüsten hält
    > sich hartnäckig.
    > was haltet Ihr davon ???


    Nix ;-) ich mag Starklichtbecken, man hat einfach mehr Möglichkeiten. Und für die schlimmsten Auswirkungen gibt es doch Schwimmpflanzen, mit denen man auch gezielt einige Bereiche abschatten kann.

  • Nein ich komme aus einem weichwassergebiet in der nordeifel, allerdings oberflächenwasser.


    Das heisst also, ich kann darauf hoffen, dass die Nadelsimse bald besser wächst und zumindest die Alge fast (???) verschwindet ?


    Der Algenbefall hat zugenommen in den letzten tagen, es ist seit gestern auch etwa 5mg NO3 meßbar....
    Ich denke, das becken muß sich erst wieder umorientieren ???
    das ist ja soweit auch gut, nur hab ich den eindruck, dass die pflanzen noch nicht so recht darauf reagieren....
    Wird wohl noch einige zeit dauern ... richtig ???


    Grüsse

  • Hallo,
    > Das heisst also, ich kann darauf hoffen, dass die Nadelsimse
    > bald besser wächst und zumindest die Alge fast (???)
    > verschwindet ?


    Mit Nadelsimsen im Spezielle kenne ich mich nicht aus, aber wenn ihre Probleme von N-Mangel kamen, dann sollte es in den nächsten Tagen besser werden, wobei die Simsen ja nicht gerade die am schnellsten wachsenden Pflanzen sind.


    > Der Algenbefall hat zugenommen in den letzten tagen, es ist
    > seit gestern auch etwa 5mg NO3 meßbar....


    Das war zum einen ein wenig viel Ammonium auf einmal (das kann auch schief gehen, immerhin wird das über Nitrit zum Nitrat oxidiert), zum anderen können die Algen rascher etwas mit der unverhofften Stickstoff-Zufuht anfangen.


    > Ich denke, das becken muß sich erst wieder umorientieren ???


    Genau, besser könnte man es nicht ausdrücken.


    > das ist ja soweit auch gut, nur hab ich den eindruck, dass
    > die pflanzen noch nicht so recht darauf reagieren....
    > Wird wohl noch einige zeit dauern ... richtig ???


    Kommt drauf an, langsam wachsende Gewächse brauchen einfach ein wenig länger, eine Hygrophila oder Limnophila hätte da schon längst reagiert - immer unter der Voraussetzung das die N-Versorgung der limitierende Faktor war.

  • bei der ganzen messerei im Labor
    (es war das labor eines wasserwerkes, kosten dafür ein pfund kaffee, es war also eine einmalige sache)
    ist auch rausgekommen, dass mangan unterhalb der nachweisgrenze liegt.
    d.h. unter 1µg.
    ich weiss nicht ob es nur ein momentan zustand ist, wahrscheinlich aber nicht.
    nachdem ich den stickstoff erhöht habe ist einiges besser geworden, aber es fehlt immer noch was.
    es wachsen fast jede menge fadenalgen und leider hat sich auf dem grund an einigen stellen blaualgen gebildet, aber nur wenig.
    soweit ich weiss waren die aber schon kurz vor erhöhung des N da.


    ist es richtig, dass dieses becken ( offen, hqi, strömung, co2 .....) einen schier
    unglaublichen nährstoffbedarf hat ?wird da nicht sehr vieles chem. gefällt ?
    es erscheint mir fast unglaublich,was ich da reinschütten muß.
    eusteralis hat nach einer schönen wachstumsphase alles hingeschmissen....
    die sieht aus wie zum leben zuwenig zum sterbe zuviel...


    Grüße

  • Hallo,
    > bei der ganzen messerei im Labor
    > (es war das labor eines wasserwerkes, kosten dafür ein pfund
    > kaffee, es war also eine einmalige sache)


    schade, aber ich habs mir schon gedacht. Wäre schön gewesen, ein güstiges Labor für solche Analysenarbeiten gefunden zu haben.


    > ist auch rausgekommen, dass mangan unterhalb der
    > nachweisgrenze liegt.
    > d.h. unter 1µg.


    im Becken oder in der Wasserleitung (da wäre es noch normal!)


    > ich weiss nicht ob es nur ein momentan zustand ist,
    > wahrscheinlich aber nicht.


    Wenn im Becken, dann stellt das schon ein Problem dar.


    > nachdem ich den stickstoff erhöht habe ist einiges besser
    > geworden, aber es fehlt immer noch was.


    Mangan? und vielleicht noch mehr?


    > ist es richtig, dass dieses becken ( offen, hqi, strömung,
    > co2 .....) einen schier
    > unglaublichen nährstoffbedarf hat ?wird da nicht sehr vieles
    > chem. gefällt ?


    Ja, der Verbrauch durch bakteriellen Fraß und chem. Fällung ist teilweise größer als der Pflanzenbedarf, aber auch der ist nicht ohne und sollte nicht unterschätzt werden.


    > es erscheint mir fast unglaublich,was ich da reinschütten muß.


    aber die Erfahrung mußten schon mehr machen. Das ist ein Grund dafür, warum man eine zeitlang behauptet hatte unter HQI Licht würden Pflanzen schlecht wachsen.


    > eusteralis hat nach einer schönen wachstumsphase alles
    > hingeschmissen....
    > die sieht aus wie zum leben zuwenig zum sterbe zuviel...


    Die übliche in den Gärtnereien vermehrte Eusteralis ist extrem empfindlich gegen Wasserveränderungen und einzelnen Nährstoffspitzen. Sie treibt aber immer wieder aus den Stümpfen aus. Man muß dann nur ausdünnen, damit sich auch kräftige Triebe entwickeln.


    Die inzwischen bei Liebhabern auch erhältlichen Sorten Eusteralis sp. "Adelaide River" und "Fine Leafs" sind komischerweise wesentlich unempfindlicher.

  • der mangel war im aq-wasser, nur das hatte ich ja überprüfen lassen.
    das heisst, wenn mn -mangel war dann könnten auch noch andere mängel vorliegen ?
    fe war mit 0,04 mg ja auch nicht gerade reichlich.....


    d.h. als ich müßte mehr düngen ?


    alleine deshalb läßt der gedanke mich nicht los, die funzel auf 2x 70 w abzurüsten.


    hätte ich dann wesentlich weniger licht? ich meine rein rechnerich wäre es die hälfte...
    wäre es dann möglich, dass ich einige pflanzen garnicht mehr halten könnte.. ?


    ich denke leuchtstofflampen mit gleicher leistung sind doch wesentlich dunkler, oder ?

  • Hallo,
    > das heisst, wenn mn -mangel war dann könnten auch noch andere
    > mängel vorliegen ?


    durchaus möglich.


    > fe war mit 0,04 mg ja auch nicht gerade reichlich.....


    der Wert ist ok bei täglicher Düngung, sollte eigentlich ausreichen. Ich empfehle immer den Bereich von 0,05 - 0,1 mg/l einzuhalten.


    Nur Mangan sollte z.B. dann bei der Düngung mit Ferrdrakon in ca. der Hälfte der Eisendosierung zu finden sein. Es ist halt das nächsthäufigste Spurenelement.


    > d.h. als ich müßte mehr düngen ?


    mehr Ferrdrakon, Daydrakon enthält zu wenig Mangan.


    > hätte ich dann wesentlich weniger licht? ich meine rein
    > rechnerich wäre es die hälfte...


    sogar ein Stück weniger als die Hälfte, da die Hälfte von 150 Watt nunmal 75 wären, aber vor allem haben die kleineren Brenner einen schlechteren Wirkungsgrad.


    > wäre es dann möglich, dass ich einige pflanzen garnicht mehr
    > halten könnte.. ?


    Nicht unbedingt, einige der extrem lichtbedürftigen Schwimmpflanzen und die eine oder andere rote Stengelpflanze macht wohl Schwierigkeiten.


    > ich denke leuchtstofflampen mit gleicher leistung sind doch
    > wesentlich dunkler, oder ?


    Moderne Leuchtstofflapentypen nicht mehr, die liegen teilweise in der Lichtausbeute sogar deutlich über dem was ein HQI-Brenner liefert. Natürlich sollten sie dann auch Reflektoren tragen, damit das Licht letzlich bei den Pflanzen ankommt.

  • Hmmm, wenn Du sagst, das mit dem Nährstoffmangel bei HQI wäre nur ein Problem , gab es auch noch andere ? würd mich interessieren.....oder wars am ende nur falscher verdacht ?


    es hat also schon Zweifel an hqi bei süßwasser gegeben...


    aber, ich muß sagen: seit dem ich díe Düngeration erhöht habe wird das Becken deutlich(!) besser.
    ich hab nur zuviel rumgesaut mit dem NH4, ich hatte am ende mindestens 10mg NO3, also das 100fache innerhalb einer woche. da meckert eusteralis.....


    momentan gibt es die T5 (?)-Leuchten, die sollen sehr gut sein aber da bin ich mit über 200 watt auch nicht sehr viel günstiger unterwegs. es ist halt ein markt, die ganze sache...


    Gruß

  • Hallo,
    > Hmmm, wenn Du sagst, das mit dem Nährstoffmangel bei HQI wäre
    > nur ein Problem , gab es auch noch andere ? würd mich
    > interessieren.....oder wars am ende nur falscher verdacht ?


    versteh ich jetzt nicht ganz, auf welche Aussage von mir bezieht sich das jetzt?


    > es hat also schon Zweifel an hqi bei süßwasser gegeben...


    Ja, zum Zeitpunkt des Aufkommens der HQI-Beleuchtung und der großen Erfolge, die das in der Merrwasseraquaristik hinsichtlich der Korallenhaltung gebracht hat (war ja ein Quantensprung), gab es wenige Aquarianer, die Erfahrungen mit Starklichtbecken hatten.
    HQI hat ja vor allem im Hauptlichtpegel eine enorme Leuchtdichte, die man bis dahin nicht kannte.
    Daß durch das so enorm gesteigerte Wachstum sehr schnell Nährstofflücken entstehen, die dann Algen den Weg ebnen, mußte man erst mal lernen. Ebenso, daß selbst die sonst so lästigen Hauptnährstoffe wie Nirtat und Phosphat knapp werden können.


    > aber, ich muß sagen: seit dem ich díe Düngeration erhöht
    > habe wird das Becken deutlich(!) besser.


    Gut


    > ich hab nur zuviel rumgesaut mit dem NH4, ich hatte am ende
    > mindestens 10mg NO3, also das 100fache innerhalb einer woche.
    > da meckert eusteralis.....


    kannn an ihr nicht mal übel nehmen ;-)


    >
    > momentan gibt es die T5 (?)-Leuchten, die sollen sehr gut
    > sein aber da bin ich mit über 200 watt auch nicht sehr viel
    > günstiger unterwegs. es ist halt ein markt, die ganze sache...


    kostet genau so viel wie HQI, da muß man eher danach entscheiden, ob man die gleichmäßige Leuchtstoffröhren- oder die mehr punktuelle HQI-Beleuchtung vorzieht.

  • Die "Frage" in meiner Mail hattest Du im zweiten Abschnitt Deiner Mail schon beantwortet.
    Ich habe seit 1992 HQI, mit 2x 250 Watt angefangen....
    Das war ein Becken 1,20m breit und mit T**** gedüngt.
    Mein damaliger Händler war mal zu Besuch bei mir, der verstand die Welt nicht mehr,
    das Becken funktionierte. HQI bei Süßwasser war glaub ich damals noch viel seltener als heute.Iirgendwann gabs aber dann doch Probleme in der Versorgung....


    Aber erst mal sehr vielen Dank für Deine Hilfe !!!


    P.S.:Ich stelle immer wieder fest, wie wenig Ahnung manchmal die Leute aus dem Fachhandel haben.(Entschuldigung, aber es ist so...)
    Neulichg wurde ich fast beschimpft, als ich einen NO3 Test abgelehnt hatte mit der Begründung, er sei zu ungenau.
    Der Händler meinte zu mir, er mache seit 30 Jahren Aquarist und NO3 Werte in meinen Größenordnungen gäbs nicht in der Aquaristik..... (??)
    Als Spinner mußte ich dann den Laden verlassen....Diskussion zwecklos....



    Grüße

  • Hallo,
    > Der Händler meinte zu mir, er mache seit 30 Jahren Aquarist
    > und NO3 Werte in meinen Größenordnungen gäbs nicht in der
    > Aquaristik..... (??)
    > Als Spinner mußte ich dann den Laden verlassen....Diskussion
    > zwecklos....


    das Problem gibts leider hierzulande nicht nur in der Aquaristik. Einige Menschen meinen, 30 Jahre Erfahrung geben ihnen das Recht ihren Horizont nicht mehr erweitern zu müssen bzw. sich neuen Erkenntnissen verschliessen zu können. Lernen ist ja auch sooo unbequem.


    "Das haben wir schon immer so gemacht...."

  • Hi Heinz,


    Ich habe für dich einen Händler der die entsprechenden Keramikbrenner bestellen kann. Die adresse steht im Forum Sonstiges unter dem Thread Starke Algenprobleme.
    Du wohnst in der Nordeifel das ist ja lustig, ich fahre übernächste Woche in die Eifel Urlaub machen, wo genau weis ich nich muß zuhause schauen. Dein Problem habe ich auch und hoffe es jetzt mit den Eudrakon-N und Eudrakon-P in den Griff zu bekommen. Ich habe eine 2*70W HQI-Leuchte über einem 460l Becken, ich denke das reicht.


    Gruß
    Joachim

  • Hallo an alle,


    zunächst einmal ein Eingeständnis:
    Ich dünge noch(!) mit E..., wohl das teuerste was es gibt, aber eben auch kein Allerheilmittel. ich hab mittlerweile auch schon andere Kritik gehört....


    Leider habe ich das Becken nach wie vor nicht im Griff.
    Manche Pflanzen wachsen recht gut, aber andere zicken rum...
    Ich kann leider auch nicht erkennen wie ich einen Dünger so dosieren kann, dass es wenigstens einigermaßen funktioniert.
    Und Algen: von jeder sorte nacheinander reichlich !!auch blaualgen !!
    dieses meine becken funzt nur in einem ganz kleinen bereich, ich kann aber nicht sagen
    welche bedingungen sich wann zu welcher konstellation einstellen müssen...
    mit anderen worten: ziemlich kompliziert. zu kompliziert.
    ich müßte eine online- spektralanalyse aller stoffe machen...das wäre gut


    in kanns mir nur so vorstellen, dass viele nährstoffe, sobald sie das wasser berühren sofort von bakterien aufgezehrt oder oxidiert werden.


    und damit bin ich schon beim licht.
    ich bin mittlerweile der überzeugung, dass ich mit leuchtstofflampen diese geschwindigkeit rausnehme.
    und in dem moment funktioniert einiges besser.


    ich habe sehr viele bücher über holländische pflanzenaquarien, oder zumindesz bücher die sowas anpreisen...
    und ich habe bis jetzt nicht ein solches becken gesehen mit hqi !!


    es sind alles geschlossene becken mit reichlich LL unterm deckel !
    da ich aber geschlossene becken nicht so mag, überlege ich vieleicht von G.........
    eine hängeleuchte mit LL anzuschaffen und diese möglichst nah übers wasser zu hängen.
    mit hqi, ich weiss nicht. ich werd sicher demnächst die drak produkte benutzen.
    vielleicht hat andreas ja was , was andere nicht wissen....


    Andreas :
    glaubst du auch, dass in diesem becken nährstoffe wenn sie zugefügt werden nur ganz kurz verfügbar sind ??
    ich hab das gefühl, die nährstoffe schaffen es noch nicht mal zu den blättern...



    grüße, heinz

  • Hallo,


    > Ich dünge noch(!) mit E..., wohl das teuerste was es gibt,
    > aber eben auch kein Allerheilmittel. ich hab mittlerweile
    > auch schon andere Kritik gehört....


    dazu von mir auch eine Einschränkung. Ein guter Dünger kann natürlich nur Defizite ausgleichen, die ein schlechter Dünger hat. Andere Defizite lassen sich so höchstens abmildern. Z.B. kann Licht- oder CO2-Mangel durch einen noch so guten Dünger nicht ausgeglichen werden.
    Über E... können wir gerne per PM reden, wenn Du möchtest.


    > dieses meine becken funzt nur in einem ganz kleinen bereich,


    Typisch Starklichtbecken, bei mir war die Einfahrphase mit allen Algen, die man so kennt, gut und gerne ein 3/4 Jahr. Davor bin ich zeitweise bald verzweifelt. Das war übrigens ein Motivationsgrund meinen Dünger selber zu machen, zu frustriert war ich über die Produkte, die ich bis dato getestet hatte.


    > in kanns mir nur so vorstellen, dass viele nährstoffe, sobald
    > sie das wasser berühren sofort von bakterien aufgezehrt oder
    > oxidiert werden.


    Das kann schon eine gewisse Rolle spielen, Bakterien können lernen mit Chelatoren umzugehen. Ohne Chelatoren haben vor allem Eisen und Mangan nur noch eine sehr begrenzte Lebensdauer im freien Wasser. Zu finden sind sie dann im Filterschlamm. Schon mal versucht die Dosis zu erhöhen, bzw. äußerst gute Erfahrungen habe ich damit gemacht auf tägliche Düngung umzusteigen (natürlich in den entsprechenden Anteilen).


    > und damit bin ich schon beim licht.
    > ich bin mittlerweile der überzeugung, dass ich mit
    > leuchtstofflampen diese geschwindigkeit rausnehme.


    Ich möchte das nicht an LL oder HQI festmachen, ich würde eher die Gesamtlichtmenge betrachten. Und heute gibt es duchaus technische Möglichkeiten ein Becken mit LL genauso hell zu beleuchten, wie mit HQI.
    Aber Du hast recht, mit etwas weniger Licht ist die Dynamik des Beckens kleiner, es wird leichter beherrschbar.


    > ich habe sehr viele bücher über holländische
    > pflanzenaquarien, oder zumindesz bücher die sowas anpreisen...
    > und ich habe bis jetzt nicht ein solches becken gesehen mit
    > hqi !!


    Und ich habe noch kein einziges derartiges Becken gesehen, in dem die Pflanzen so wachsen, wie sie abgebildet werden. Für die Heimschauen und die Bilder werden die Pflanzen in einen Dutzend weiteren Becken vorgezogen und anschließend aus rein ästhetischen Erwägungen heraus frisch gesteckt.
    Ich kann mein Becken auch so halbwegs wie auf diesen Bildern hinrichten (nach 2 Stunden Arbeit), schon 2 Tage später schaut das wieder ganz anders aus. Die Pflanzen wachsen ja, manche 20 cm pro Woche.


    > eine hängeleuchte mit LL anzuschaffen und diese möglichst nah
    > übers wasser zu hängen.


    Es gibt ja durchaus brauchbare Hängeleuchten mit LL. Ich würde mir die aber vorher im Betrieb anschauen, wieviel die nach vorne abstrahlen und damit blenden.


    > glaubst du auch, dass in diesem becken nährstoffe wenn sie
    > zugefügt werden nur ganz kurz verfügbar sind ??


    s.o. tägliche Düngung