Faden- Bartalgen

  • Hallo,


    benutze seit ca. 3 Wochen ausschließlich Ferrdrakon als Dünger für meine AG-Pflanzen. Seit ca. 1 Woche habe ich Probs mit Faden- oder Bartalgen an einigen Pflanzen. Das Becken ist ca. 3 Wochen eingelaufen (habe mir ein größeres zugelegt) mit #### Startdünger und Bodensubstrat und dann in einem Zeitraum von weiteren 3 Wochen mit jetzigem Fischbesatz besetzt worden. Pflanzen wachsen trotzdem sehr gut und die Algen kommen auch nicht an allen Pflanzen gleich viel vor. Hauptsächlich betroffen meine Cryptocorynen, Alternantheras und Lileaopsis brasiliensis. Meine Wasserpest, sowie Limnophilas und Hygrophilas sind kaum betroffen. Seit gestern bilden sich diese unschönen Algen auch noch an der Rückwand. Ansonsten ist das Becken Algenfrei. Musste in insgesamt 8 Wochen noch nicht einmal die Scheiben von innen reinigen.


    Das Becken ist zu ca. 70 % von der Bodenfläche her bepflanzt. 330 ltr., wird beleuchtet mit zwei mal 36 Watt Neonröhren (dav. eine Pflanzenröhre)


    Meine Wasserwerte:


    ph 6,9 (wird elektronisch über CO2-Anlage zwischen 6,88 und 6,95 konstant gehalten)
    GH 13
    KH 7
    Nitrit 0
    Nitrat <0,1
    Phosphat < 0,25
    Eisen zwischen 0,25 und 0,5


    Hoffe alle wichtigen Angaben gemacht zu haben.


    Nun meine Frage:


    Wieso Algen, bei kaum Phosphat und wenig Nitrat? Trotz meines Erachtens vieler Pflanzen...
    Reicht die Düngung ausschließlich mit Ferrdrakon aus? (tägl. 4 ml.) Die Pflanzen wachsen ja schließlich recht gut. Die schnellwüchsigen Sorten muss ich einmal die Woche deutlich kürzen, damit unten noch Licht ankommt.


    Wie krieg ich die Algen ohne Chemie raus? Habe Otos und Amanos im Becken, fressen die auch Fadenalgen?


    Okay, das waren gleich mehrere Fragen. Hängen aber auch alle irgendwie zusammen.


    Wer weiß Rat?


    LG
    Frank

  • Hallo!


    Also meiner Meinung nach liegt das Problem bei der niedrigen Nitratmenge.
    Bei mir treten Fadenalgen immer dann auf wenn Makronährstoffe wie Nitrat, Phosphat oder Kalium in zu geringen Konzentrationen vorhanden sind.
    Phosphat ist bei dir mit 0,25 mg/l im optimalen Bereich aber Nitrat eindeutig zu wenig!
    Ich rate dir den Nitratgehalt vorsichtig auf 5-10 mg/l anzuheben und den Eisengehalt in den Bereich von 0,1-0,2 mg/l zu senken!



    MFG Christian

  • Hallo Christian,


    danke für die Info. Das mit dem Nitrat könnte sehr gut sein, wobei ich mich verschrieben habe, natürlich ist der Nitratgehalt nicht < 0,1, sondern < 10 mg/l. Wenngleich der Tröpfchentest so aussieht, dass Nitrat kaum messbar vorhanden ist. Vermute mal, dass das an dem S..a Auqua Clear Filtersubstrat liegt, welches Phosphat und Nitrit im Zaum hält. Habe das im Filter mit eingesetzt, da das Becken ja noch nicht ganz so lange läuft und dachte anfangs, dass ich es erst mal ca. 3 Monate drin lasse. Meinst du, es würde reichen, wenn ich zunächst das Filtersubstrat entferne, oder sollte ich den Nitratgehalt zusätzlich bewusst erhöhen? Wenn ja, was ist die sinnvollste Methode?


    Was du zu dem Eisengehalt sagst überrascht mich jedoch. Nach meinem Kenntnisstand und den bisherigen Erfahrungen mit dem alten Becken, sollte der Eisengehalt eigentlich optimal sein. Ich dünge wie gesagt Ferrdrakon in geringfügig geringerer Dosierung als angegeben. Hast du die Erfahrungen mit den Fadenalgen auch in Verbindung mit dem entsprechenden Eisenwert gemacht? Und hast du auch noch nen Tipp, wie ich die Algen wieder weg kriege, oder regelt sich das von selbst, wenn die Werte angepasst sind.


    Schon mal danke für deine Hilfe.


    Gruß
    Frank

  • Hallo!


    Natürlich ist jedes Aquarium anders und ich kann daher nur meine Erfahrungen schildern. Die prächtigsten Pflanzen hatte ich bei:


    24°C
    0,2 mg/l Eisen
    20 mg/l Nitrat
    1 mg/l Phosphat
    15 mg/l Kalium
    30 mg/l CO2


    Und Algen muß ich bei diesen Werten mit der Lupe suchen!

  • okay. Werde mal mein Glück versuchen und die Ferrdrakondosis noch mal leicht reduzieren. Aber wie krieg ich denn nun den Nitratgehalt kontrolliert in den richtigen Bereich. Meinst du es reicht, wenn ich zunächst den Nitratremover aus dem Filter entferne? Und hast du ne Idee, wie ich die fiesen Algen wegbekomme. Ich meine, es ist nicht so, dass sie ohne Ende wuchern, aber es wird langsam aber sicher mehr und ich entferne schon fast täglich die befallenen Blätter, damit die nicht so stark streuen. Dazu möchte ich natürlich verhindern, dass die Rückwand irgendwann zuwächst.


    Gru´ß
    Frank

  • Ich würde auf jeden Fall diesen Nitratentferner herausnehmen und abwarten ob der Wert von selbst steigt. Sollte das nicht der Fall sein würde ich dir Eudrakon N empfehlen!
    Bei mir sind die Algen immer von selbst verschwunden nachdem ich die Mängel behoben habe.

  • Na das hört sich doch gut an, denn außer den hässlichen Fadenalgen ist alles im grünen Bereich - im wahrsten Sinne des Wortes. Und wenn doch noch was sein sollte, erledigen es hoffentlich die Otos. 'Danke für deine Hilfe.