Rechnerische Ermittlung des Ferrdrakon K-Bedarfs

  • Hallo,


    Ich dünge seit einigen Wochen mit Ferrdrakon und Ferrdrakon K, meine Ergebnisse mit dem Dünger habe ich im Forum bereits beschrieben. Allerdings mache ich mir Gedanken über die Kaliumkonzentration in meinem Becken (der Einfachkeit halber 150l), da ich diese nicht messen kann (und meine Althernatera nicht so richtig will), und hab angefangen zu rechnen:


    In Ferrdrakon K sind 30.000 mg/l Kalium, d.h.
    1ml Ferrdrakon K auf einen Liter Wasser ergibt 30 mg/l
    1ml FK auf 6l Wasser ergibt 5 mg/l (=empfohlene Dosis)
    => für 150l Wasser werden 25ml Ferrdrakon K benötigt (reine Aufdüngung!)


    Und nun zum Eisen:
    In Ferrdrakon K sind 500 mg/l Eisen, d.h.
    1ml Ferrdrakon K auf einen Liter Wasser ergibt 0,5 mg/l
    1ml FK auf 10l Wasser ergibt 0,05 mg/l (=empfolene Dosis)
    => für 150l Wasser werden 15ml Ferrdrakon K benötigt (reine Aufdüngung!)
    bei 25 ml Ferrdrakon K auf 150l Wasser (gem. Kaliumdosierung) würde der Eisenwert auf 0,08 mg/l ansteigen


    Das heißt: wenn ich nach den empfohlenen Werten düngen würde, wäre im Ferrdrakon K immer noch zu wenig Kalium (oder zu viel Eisen) enthalten. Beim Ferrdrakon wäre dies noch gravierender. Schlussfolgerung: man sollte nur noch mit Ferrdrakon K düngen (Achtung: keine Empfehlung meinerseits!!)


    Meine Frage(n): Denke ich hier falsch? Was habe ich übersehen? Oder liegt es daran, dass Pflanzen deutlich weniger Kalium als Eisen benötigen und sich die Sache so relativiert?


    Im Voraus vielen Dank für den Denkanstoß.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo,

    Meine Frage(n): Denke ich hier falsch?

    Meiner Meinung nach, ja.
    Man praktiziert mit Ferrdrakon K keine stoßweise Zugabe von Kalium (die ich ja zu vermeiden rate, da sie Algenwuchs provozieren kann, sondern eine Versorgung möglichst nahe am tatsächlichen Verbrauch.
    Man darf dabei nicht vergessen, daß anders als beim Eisen kein chemischer Verbrauch durch Ausfällungen u.dgl. stattfindet, sich daher jedes mg Kalium, daß nicht verbraucht wird übrig bleibt und sich daher die verschiedenen Zugaben kumulieren.


    Tägliche zusätzliche Zugabemenge bei einer Dosierung von 2 ml / 100 l Aquariumwasser (s. Ferrdrakon K:(
    0,6 mg/l
    Das wäre aber nur 10 % Ersetzungsquote der empfohlenen Dosis von Ferrdrakon.
    Bei max. 100 % Ersetzungsquote und demgemäß 20 ml / 100 l Zugabe erreicht man bereits 6 mg/l zusätzliche tägliche Zufuhr an Kalium.
    Das verbraucht kein auch noch so intensives Pflanzenbecken.


    Dabei ist noch gar nicht berücksichtigt, daß verschiedene weitere DRAK-Produkte wie Aquadrakon Black, Eudrakon N und die Aufhärtesalze nennenswerte Mengen Kalium enthalten.