Posts by Andreas Kremser

    Hallo,

    die beiden Dünger unterscheidet außer dem schon aus der Inhaltsangabe ermittelten Daten, die andere mengen- und verhältnismäßige Zusammensetzung der verwendeten Stabilisatoren (Chelatoren).
    Das Ganze ist auf die Bedürfnisse der Pflanzen eines Beckens mit sehr hohem Verbrauch optimiert, d.h. Eisen und andere Spurennährstoffe sind schneller und in größeren Mengen verfügbar. Die genaue Zusammensetzung ist an diesem Punkt Betriebsgeheimnis (man muss der Konkurrenz nicht alles auf die Nase binden).

    Hallo,

    bei einer frischen Dosierung von 20 ml Fulvodrakon /100 l Wasser kann ich mit dem Labortest kein Phosphat nachweisen.

    Es ist ein wenig schwierig, eine geringe Blaufärbung des Tests neben der doch recht braunen Färbung der Probe zu sehen. Es hat sich die Probe während der Reaktionszeit aber auch überhaupt nicht verändert. Ich würde daher behaupten, Fulvodrakon ist im Rahmen der Messgenauigkeit (0,02 - 0,4 mg/l) phosphatfrei.

    Hallo,

    Aufschlämmen meint eine Suspension des Salzes in wenig Wasser (Becher oder kleiner Eimer). Kochen Sie? Vergleichbar mit dem Aufrühren von Stärke in Flüssigkeit.


    Eine Anleitung über das hinaus, was auf der Website beschrieben wird, gibt es nicht.

    Hallo,

    da das Salz eine größere Menge CO2 zur vollständigen Auflösung benötigt, scheitert die getrennte Auflösung im Vorratsbehälter regelmäßig an dieser Stelle. Das Salz aufschlämmen und direkt in den Überlauf oder Zulauf des Filters geben, halte ich immer noch für die am meisten praktikable Lösung. Vorausgesetzt die CO2-Anlage wird zeitweise hoch gedreht oder eine pH-Steuerung erledigt das automatisch.

    Hallo Frau Neumann,

    es ist gut möglich, vorübergehend mit KramerDrak Power zu arbeiten. Die Anpassungen des KramerDrak an reine Pflanzenbecken beschränken sich ja nicht nur oder sogar nur zum kleineren Teil auf die Menge an Nährstoffen, sondern vielmehr auf das Verhältnis zueinander. Kurz, ich glaube nicht, dass Sie Probleme mit KramerDrak bekommen werden, insbesondere, wenn Sie zurückhaltend mit der nächst kleineren Packungsgröße starten.

    Hallo,

    ich würde gerne schreiben, dass das System das ausgleichen kann. Ich glaube aber selbst nicht daran. 50 - 60 % ist grenzwertig. Man müsste wenigstens die nächst größere Einheit einsetzen. Zudem sollte man beim Wasserwechsel Flüssigdünger (Ferrdrakon oder KramerDrak) zum Ausgleich zugeben. Dann gibt man allerdings Vorteile des Systems auf - zum einen die Bequemlichkeit und zum anderen die Selbstregulierung (zumindest teilweise). Dann kann man ebenso gut gleich komplett bei der Flüssigdüngung bleiben. Bei so großen Wasserwechseln sehe ich auch wenige Probleme mit der klassischen Düngung.

    Hallo,

    evtl. wäre auch vulkanisches Bimsgestein eine Quelle? Wie auch immer, dass diese Menge toxisch ist, ist eher unwahrscheinlich, insbesondere wenn auch noch Chelatoren von Dünger oder Wasseraufbereiter im Becken sind, eher ungewöhnlich.


    Farbtemperatur: Fe-EDTA adsorbiert auch schon blaues und violettes Licht. Aus diesem Grund und aufgrund weiterer Überlegungen, ist eine Lichtquelle um die 4000 K, falls möglich, zu bevorzugen.


    Ich kann Ihnen da mit Mangan gerne zwischendurch mal zusammenmischen, was Sie gerne haben möchten. Einfach genau beschreiben, wieviel, welche Konzentration, welcher Chelator in welchem Anteil, dann ist das kein Problem. Einfach direkt per E-Mail an mich.

    Hallo,

    Huminstoffe sind auf jeden Fall sinnvoll, egal ob vom Torf oder via Fulvodrakon.

    Wenn die Proben ohne Luftblase eingeschickt werden, sind sie recht zuverlässig. Trotzdem können natürlich in der Zeit zwischen Probennahme und Analyse Veränderungen passieren. In der Regel nehmen die Labore immer die gefilterte Testlösung, evtl. Ausfällungen und Bodensätze werden, sofern nicht ausdrücklich so angefordert, nicht mit erfasst.
    Der Eisengehalt ist mit 0,3 - 0,4 mg/l bereits deutlich erhöht und es dürfte wie beobachtet Mangelsymptome verschärfen, wenn man singulär weiteres Eisen hinzufügt. Der Manganwert sollte, wenn er der Düngerzusammensetzung folgt, ja bei ca. 40 % der Eisenkonzentration liegen und nicht bei nahezu Null.


    Was mich aber verblüfft und irritiert, ist der recht hohe Wert für das Schwermetall Barium. Irgendeine Erklärung, warum das in so hoher Menge auftaucht? Die Konzentration ist immerhin deutlich höher als die der mit den Düngern zugeführten Spurennährstoffe Kupfer und Zink.

    Hallo,

    rein von der chemischen Seite ist es für mich nicht ohne weitere verständlich, warum Mangan stärker von Ausfällungsprozessen betroffen sein sollte als Eisen. Im Normalfall würde ich das nahezu immer für unwahrscheinlich halten.

    Die Eisenhydroxide sind viel schwerlöslicher als Manganhydroxide und der photochemische Abbau der Stabilisatoren des EDTA-Typs sollte letztlich Fe und Mn mehr oder weniger gleich stark betreffen.


    Ich denke einmal laut nach:


    Soil: enthalten oft Zeolithe. Ist hier einer dabei, der genau auf Mangan passt?

    Sehr große oxidative Filter bauen evtl. Teile der Stabilisatoren ab. Gerade so viel, dass Eisen und Mangan aufgrund der größeren Stabilität der Eisenkomplexe umkomplexieren und dann nur Mangan betroffen ist? Evtl. möglich, aber sehr unwahrscheinlich.

    Das kann ja auch nur sehr selten passieren. Ich habe nur einen einzigen sonstigen Kunden, der ähnliches berichtet (d.h. Probleme mit der Manganversorgung hat). Wenn das regelmäßig statt finden würde, müsste es deutlich mehr Probleme in der Richtung geben.


    Die niedrige KH und der resultierende niedrige pH (wie hoch ist er denn?) sollten eigentlich auch ohne Chelatoren ein Ausfällen von Mangan bremsen.


    Ich könnte Ihnen natürlich gerne eine reine Mangan-Chelat-Komplex-Mischung zur Verfügung stellen. Auch stabilisieren Humin- und Fulvosäuren wie in Fulvodrakon zusätzlich. Das greift aber wahrscheinlich nicht an der Ursache des Problems. Versuchen könnte man es trotzdem.

    Hallo,

    bei der rel. niedrigen Lichtstärke kann man sich gegebenenfalls immer an der Untergrenze der Empfehlungen halten. Ich würde auch dazu raten, nicht ausschließlich mit Ferrdrakon K zu düngen, sondern Ferrdrakon dazu nehmen und ein Gemisch der beiden Dünger (30: 70 - 40:60) verwenden.

    Hallo,

    sorry, der Thread ging mir leider durch. War viel zu organisieren in den letzten Tagen.


    Die Erhöhung beträgt bei den angegebenen Mengen:


    Eudrakon N: 2 ml/100 Liter = 1 mg/l Nitrat direkt / Gesamtstickstoff = 2 mg/l in Nitrat umgerechnet / 0,4 mg/l Kalium / 0,1 mg/l Magnesium

    Eudrakon P: 2 ml/100 Liter = 0,1 mg/l Phosphat

    Ferrdrakon K: 30 ml/100 Liter = 9 mg/l Kalium, 2,25 mg/l Magnesium, 0,15 mg/l Eisen

    Hallo,

    ein Rausfiltern der Komplexe ist so ohne weiteres nicht möglich. Die liegen ja bereits gelöst vor.

    Man kann dem Problem vorgreifen und das Wasser per Umkehrosmose aufbereiten.

    Da Kupfer aus Hauswasserinstallationen teilweise partikulär und nicht unbedingt gelöst vorliegt, hilft laut Aussagen der Verwender auch anscheinend ein Aktivkohleblockfilter, der die Partikel gar nicht erst bis zum Verbraucher gelangen lässt.


    Wenn das keine Optionen sind, würde ich einmal den Einsatz von Aquadrakon EL im Vorratstank der Wasseraufbereitung testen. Aquadrakon EL in hoher Dosierung zugeben, einige Zeit rühren, dann das Pulver absetzen lassen. Danach den Überstand noch mal auf Schwermetalle testen. Den Bodensatz anschließend verwerfen.

    Das so behandelte Wasser dann zur Sicherheit noch mit Aquadrakon black zusätzlich behandeln.

    Hallo,

    die Schwermetalle werden von Wasseraufbereitern wie Aquadrakon black "gebunden". D.h. in die Chelatform (bspw. EDTA-, DTPA-Komplexe) überführt. Diese sind je nach Schwermetall und Chelator Faktor 1000 bis 10000 weniger giftig für Wasserorganismen als die freie Form.

    Das Schwermetall verschwindet dadurch nicht, es bleibt nur in weniger gefährlicher Form in Lösung. Mit dem nächsten Wasserwechsel stellt sich ein dynamisches Gleichgewicht ein, es wird so viel entfernt wie zugeführt, solange sich die Konzentration im Frischwasser nicht ändert.

    Werden die Chelatoren nur langsam durch Licht und Bakterien abgebaut, können Pflanzen und Filterbakterien langsam die zusätzlichen Schwermetalle anreichern. Bei (vermutlich) schlagartigen Freisetzungen wie bei der Dunkelkur (die Biomasse der absterbenden Blaualgen führt zu reduktiven Freisetzungen von Schwermetallen, die sich bereits im Schlamm befanden), ist jeder Wasseraufbereiter überfordert.
    Auf Dauer sollte man sich eine Schwermetallfreie oder -arme Wasserquelle suchen, weil sonst immer ein Restrisiko für solche Vorgänge bleibt. Mit 0,5 mg/l Kupfer ist zudem auch unser Aquadrakon black schon zu mind. 25 % ausgereizt und bietet nur noch einen teilweisen Schutz vor weiteren Überraschungen.

    Der Test wird die Schwermetalle auch in der Chelatform erfassen (das ist auch sinnvoll). Das erreicht man, indem der dort verwendete Farbstoff einen noch stabileren Komplex mit dem Schwermetall bildet als die üblicherweise verwendeten Chelatoren.

    Hallo,

    bei einem Becken dieser Größe und dem gezeigten geringen Fischbesatz, sehe ich nicht die geringste Notwendigkeit für eine UV-Klärung. Ohne diese ist die Düngung wesentlich unkomplizierter.

    Auch aus meiner Sicht könnte es noch deutlich mehr Pflanzenmasse geben. BTW: auch Pflanzen wirken keimhemmend.

    Wenn trotz der max. Zugabe an Eudrakon N kein Nitrat messbar bleibt, dann kann man die Dosis durchaus weiter steigern. Die Empfehlung ist aus gutem Grund sehr konservativ, lieber zuwenig düngen, als Verbrennungsschäden durch zuviel Harnstoff oder Ammoniakbildung bei hohem pH.

    Aus einer Erfahrung mit V. gigantea in einem Tanganjikabecken, möchte ich zustimmen, dass die Bilder hier keinen Mangel zeigen, sondern das ganz normale Erscheinungsbild der Pflanze, wenn sie genug Licht erhält.

    Hallo,

    da der Stabilisator Weinsäure im Gegensatz zu EDTA schnell von Bakterien gefressen wird, ist hier eher zu täglicher Zugabe zu raten.

    Die Dosierung ist sehr variabel, da muss man sich ein wenig herantasten. Der Startwert ist ok. So lange steigern, bis die gewünschte Wirkung eintritt, bzw. absenken, bis sie nicht mehr eintritt.

    Solange man wenigstens ab und zu Wasserwechsel macht, dürfte sich bei nicht zu exzessiver Anwendung auch nichts anreichern. Pflanzen und Filterbakterien reichern diese Stoffe weit über Ihren Bedarf hinaus an.