Kramerdrak

  • Hallo,

    Es gibt immer Einzelfälle zu den wir zu gehören scheinen und Du kannst es sicher nicht jedem Recht machen, das ist keine Frage. Dennoch wollten wir bei Dir um Rat ersuchen und darauf aufmerksam machen das es auch so etwas gibt.

    ok, ich kann das Problem ja auch zumind. teilweise nachvollziehen.
    Allerdings kann man es meiner Meinung nach am ehesten in den Griff bekommen, indem man auf alternative Stickstoffzufuhrmöglichkeiten ausweicht.
    Neben den schon genannten Stoffen, wäre dann auch noch Natriumnitrat zu überlegen. Das erhöht den Kaliumgehalt nicht, sondern erhöht nur etwas den Gesamtsalzgehalt, was im Gemisch mit anderen Salzen evtl. das kleinere Übel sein könnte.

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    Wenn es nicht ausgefällt wird, wo bleibt es dann? Zu meinen Zeiten mit intensiver Zeolithfilterung verschwanden davon 8-10mg/l am Tag. Das können die Pflanzen unmöglich verbraucht haben.

    Hmm, Zeolith ist so eine Sache.
    Bei natürlichen Zeolithen weiß man nie so genau, was man bekommt. Wenn das Material dazu gedacht war, oder entsprechend zusammengesetzt ist, dann kann es Ammonium binden. Kalium und Ammonium sind aber fast identisch in Größe und einigen anderen Eigenschaften. Ein solcher Zeolith bindet dann durchaus auch größere Mengen Kalium.
    Das ganze läuft unter dem Punkt Ionentausch, den ich vorher angesprochen habe (und ist alles andere als selektiv).

  • hallo,

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    Ihr seid übrigens die ersten, die sich hier in vielen Jahren über zu viel Kalium mokieren. Über Jahre hinweg wurde die meiste Kritik an zu wenig Kalium geäußert.


    weil es kaum jemand nachmisst :D aber in zeiten besserer teste und erschwinglicher fotometer ist das möglich
    ... wenn grünalgen kommen sind sie halt da und keiner macht sich gedanken drum warum und woher.
    es ist immer eine gradwanderung wenn man mit kalium hantiert ohne zu messen.


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    Es gibt ja auch eine Alternative mit deutlich weniger Kalium: Ferrdrakon gegebenenfalls mit etwas Daydrakon ergänzt.


    da wiederrum ist mir zumindest der FE anteil zu wenig für starklichtbecken und ich mußte mit *fremddüngern FE zudüngen.


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    Ferrdrakon ist ja nicht auf einmal seit es KramerDrak gibt ein schlechter Dünger geworden!


    ich hoffe man darf reden und seine eigenen beobachtungen hier vortragen.


    ferrdrakon ist nach wie vor einer der besten dünger am markt für *normalbecken, ferrdrakon reicht aber nicht für unsere art aquaristk - für *naturbecken alá amano ab 0,5 watt/l beleuchtung und höher aus.


    dafür haben sie nun den kremserdrak entwickelt der vom FE und anderem stoff_anteil hervorragend passt, nur halt der kalium anteil zu hoch bemessen ist.
    es ist m.e. immer besser kalium bei bedarf *einzeln zuzugeben als wie mit dem volldünger in ordentlichen mengen.


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    ich denke, daß ist dem Eudrakon N geschuldet. KramerDrak bringt zwar wie es sich für einen Dünger für Intensivbecken gehört mehr Kalium mit, aber beileibe nicht so viel, daß es hier Überdüngungsprobleme geben sollte.
    Ich persönlich finde Kaliummengen zwischen 8 und 15 mg/l eigentlich als unproblematisch.


    5 - 10 mg/l kalium reicht nach meinen beobachtungen den meisten gängigen pflanzen aus. NO3 sollte auch nicht mehr als 8 -10 mg/l im becken sein, selbst in den *lichtintensiven reicht die menge. bei PO4 verhält es sich ähnlich und ein wert von 0,1 mg/l reicht völlig aus...

  • Hallo,

    da wiederrum ist mir zumindest der FE anteil zu wenig für starklichtbecken und ich mußte mit *fremddüngern FE zudüngen

    Woher kommt diese Einschätzung?
    Du scheinst ja zu wissen wovon Du redest. Ist dabei aber auch schon berücksichtigt, daß Ferrdrakon voll chelatisiert ist (d.h. wirklich in molaren Mengen), andre gängige und in vielen Foren als gut bewertete Dünger aber teilweise nur 1/2 - 1/3 der molaren Chelatormenge enthalten (mir liegen die Rezepturen teilweise vor). Je weniger Chelatoren, desto höher muß der Eisenanteil im Verhältnis zu den andern Stoffen sein.
    Auch die Art der Chelatoren ist von Bedeutung, meist wird aus Kostengründen doch nur EDTA eigesetzt, weil es halt am billigsten ist.

    Quote


    ich hoffe man darf reden und seine eigenen beobachtungen hier vortragen.

    Aber sicher, ich bitte darum.
    Ich habe nur ein Problem damit, wenn dabei auch die Sprache auf Konkurrenzprodukte kommt, weil ich die Diskussion dann meist aus wettbewerbsrechtlichen Gründen unterbinden muß.

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    dafür haben sie nun den kremserdrak entwickelt der vom FE und anderem stoff_anteil hervorragend passt, nur halt der kalium anteil zu hoch bemessen ist.

    Ich versteh's aber immer noch nicht. Wieso soll ausgerechnet der Kaliumanteil im KramerDrak zu hoch sei, wenn es doch nur 2 mg/l/Woche sind. Das verbrauchen doch manche Becken am Tag. Da ist doch eher am Kaliumanteil der Stickstoff-Präparate anzusetzen, die da teilweise deutlich mehr mitbringen. Da möchte ich Eudrakon N ganz gezielt nicht davon ausnehmen.
    Wenn man hier durch Änderungen an der Rezeptur Verbesserungen erreichen kann, bin ich gerne dazu bereit (Diskussion aber am besten in einem neuen Thread).

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    es ist m.e. immer besser kalium bei bedarf *einzeln zuzugeben als wie mit dem volldünger in ordentlichen mengen.

    Für die Hauptmenge der Kunden braucht es aber einen vernünftigen Kaliumanteil, weil die Leute schon schwer genug dazu zu bewegen sind, einen vernünftigen Dünger zu verwenden, bei 2 oder gar 3 Flaschen ist die Hemmschwelle dann noch viel größer.

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    5 - 10 mg/l kalium reicht nach meinen beobachtungen den meisten gängigen pflanzen aus. NO3 sollte auch nicht mehr als 8 -10 mg/l im becken

    Mit den Absolutmengen bin ich ja durchaus einverstanden, nur sagen die ja nichts über den Verbrauch aus. Es sollten halt am Ende der Woiche (auch wenn ich für tägliche Düngung plädiere) noch genug Nährstoffe vorhanden sein. Sonst provoziere ich ja gerade wieder Algen.

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    bei PO4 verhält es sich ähnlich und ein wert von 0,1 mg/l reicht völlig aus...

    Als Absolutwert bei täglicher Düngung evtl. ja. Auch wenn nach Redfield zu 10 mg/l Nitrat ein PO4-Gehalt von 0,4 mg/l passen würde.
    Bei wöchentlicher Stoßdüngung muß aber ein Wert in der Höhe des wöchentlichen Verbrauchs eingestellt werden und der kann auch über 1 mg/l/Woche sein.


    Übrigens: Es heißt KramerDrak, nicht KremserDrak.
    Entwickelt von Hans-Georg Kramer, einigen hier evtl. von seinen Veröffentlichungen zu Wasserpflanzen in den gängigen Magazinen bekannt.

  • hallo,

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    Woher kommt diese Einschätzung?


    aus fast 28 jahren wasserpflanzenhaltung, davon 4 jahre starklicht_ becken haltung.

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    Du scheinst ja zu wissen wovon Du redest.


    ich denke, sonst würde ich mich garantiert nicht so weit aus dem fenster lehnen. ;)


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    Ist dabei aber auch schon berücksichtigt, daß Ferrdrakon voll chelatisiert ist (d.h. wirklich in molaren Mengen), andre gängige und in vielen Foren als gut bewertete Dünger aber teilweise nur 1/2 - 1/3 der molaren Chelatormenge enthalten (mir liegen die Rezepturen teilweise vor). Je weniger Chelatoren, desto höher muß der Eisenanteil im Verhältnis zu den andern Stoffen sein.
    Auch die Art der Chelatoren ist von Bedeutung, meist wird aus Kostengründen doch nur EDTA eigesetzt, weil es halt am billigsten ist.


    wie das im dünger prozentual verteilt werden muß ist ja eure sache, ihr als chemiker müsst das wissen – wir als pflanzenhalter können nur eigene erfahrungen beisteuern und ggf. fragen ob machbar...


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    Aber sicher, ich bitte darum.
    Ich habe nur ein Problem damit, wenn dabei auch die Sprache auf Konkurrenzprodukte kommt, weil ich die Diskussion dann meist aus wettbewerbsrechtlichen Gründen unterbinden muß.


    das ist klar.


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    Ich versteh's aber immer noch nicht. Wieso soll ausgerechnet der Kaliumanteil im KramerDrak zu hoch sei, wenn es doch nur 2 mg/l/Woche sind.


    es hängt stark von den verwendeten pflanzen ab.
    bei kaliumüberdüngung ich würde hier bereits von werten um 30 mg/l reden , zerfallen oder lösen sich teilweise manche empfindliche pflanzen auf – sieht fast genauso aus wie ein mangel. nur über ww lassen sich überschüsse austragen, und dass wird ja am meisten vernachlässigt.
    und weil in starklichtbecken wo der fischbesatz eher sehr mager ist meist NO3 mangel herrscht – und ich zumindest einen dünger aus einem hause verwende, also zwangsläufig auch zu eudrakon N greife wenn NO3 0 ist .


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    Das verbrauchen doch manche Becken am Tag. Da ist doch eher am Kaliumanteil der Stickstoff-Präparate anzusetzen, die da teilweise deutlich mehr mitbringen. Da möchte ich Eudrakon N ganz gezielt nicht davon ausnehmen.


    ...ja in becken wo ausschließlich schnellwachsende stengelpflanzen drin sind, könnte es durchaus hinkommen mit dem verbrauch.


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    Wenn man hier durch Änderungen an der Rezeptur Verbesserungen erreichen kann, bin ich gerne dazu bereit (Diskussion aber am besten in einem neuen Thread).


    kein problem.


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    Für die Hauptmenge der Kunden braucht es aber einen vernünftigen Kaliumanteil, weil die Leute schon schwer genug dazu zu bewegen sind, einen vernünftigen Dünger zu verwenden, bei 2 oder gar 3 Flaschen ist die Hemmschwelle dann noch viel größer.


    nun ja, man kann viel düngen bei viel wasseraustrag.
    viele andere dünger haben auch kein NO3 und PO4 in ihrer rezeptur und man muß zuführen in starklichtbecken warum nicht auch kalium. ich sage ja nicht das alles an kalium fehlen soll, sondern die menge an kalium nur etwas reduziert.



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    Mit den Absolutmengen bin ich ja durchaus einverstanden, nur sagen die ja nichts über den Verbrauch aus. Es sollten halt am Ende der Woiche (auch wenn ich für tägliche Düngung plädiere) noch genug Nährstoffe vorhanden sein. Sonst provoziere ich ja gerade wieder Algen.


    vorab eine überdosierung beugt ja nicht vor! und viel hilft auch nicht viel. den verbrauch muß natürlich jeder für sein becken selbst ermitteln - das kommt natürlich auf das jeweilige becken an. möglicherweise reicht der kramerdrak in der konstellation auch nicht aus in einem starklichtbecken mit nur stengelpflanzen und es muß noch kalium zu gedüngt werden!
    aber diese *ansammlungen an kalium habe nicht nur ich zu bemängeln in einem becken mit *gemischtem pflanzenbesatz... ;)


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    Als Absolutwert bei täglicher Düngung evtl. ja. Auch wenn nach Redfield zu 10 mg/l Nitrat ein PO4-Gehalt von 0,4 mg/l passen würde.
    Bei wöchentlicher Stoßdüngung muß aber ein Wert in der Höhe des wöchentlichen Verbrauchs eingestellt werden und der kann auch über 1 mg/l/Woche sein.


    ja und ist vom wachstum, vom gesundheitszustand und art der pflanzen abhängig , ect. kranke pflanzen wachsen nicht und haben auch nicht den verbrauch - ähnlich siehts bei langsam wachsenden aus - dann steigt der kaliumwert.


    Quote

    Übrigens: Es heißt KramerDrak, nicht KremserDrak.
    Entwickelt von Hans-Georg Kramer, einigen hier evtl. von seinen Veröffentlichungen zu Wasserpflanzen in den gängigen Magazinen bekannt.


    ...und bekannt aus jury´s in foren :D
    sorry, war keine absicht!

  • Hallo Andreas,
    na dann geb ich meinen Senf auch mal dazu ;)
    Ich habe/hatte geanu das gleichen Problem wie Ingrid mit zu viel Kalium.Über Wochen hinweg selbst mit Wasserwechseln 2X pro Woche 60% schaftte ich es nicht den K-Wert zu senken eher stieg der Wert bei mir.Erst 16 mg dann nach 3 Wochen 22 mg.Selbst unter der Verwendung von Ferrdrakon/Daydrakon war zuviel K im Wasser aber zuwenig FE.Nach Umstellung auf Kramerdrak wurde es besser aber die Mayaca Fluviatilis war immer noch nicht richtig grün.FE konnte ich nie nachweisen (Test misst erst ab 0,1mg). Ich möchte aber damit nicht sagen das es bei allen so sein muss,nur bei mir ist/war es so.
    Den hohen K-Wert kommt mit unter auch vom Eudrakon N, keine Frage. Durch die empfohlene Menge kommt ja zusätlich zum Kramerdrak 0,4 mg Kalium dazu.Ist der NO3-Verbrauch höher wie 1 mg NO3 dann muss noch stärker zugeführt werden und somit kommt noch mehr Kalium ins Wasser:mad:Der Verbrauch von NO3 ist bei mir wie auch bei Ingrid höher wie der K-Verbrauch.Wo momentan bei mir der K-Wert steht weiss ich nicht,mein Wasser sollte mal wieder mit dem Fotometer durchgemessen werden.Ich habe noch mehr Schnellwachsenden Pflanzen eingesetzt um den Kaliumverbrauch anzukurbeln.