• Hallo zusammen,


    vielleicht kann mir ja jemand was zu meinem "Problem" schreiben:


    Daten:


    60x30x40 = 72 l, Nettowassermenge ca. 51 l wegen 9cm Bodengrund
    2x15 W T8 + Reflektoren entspricht 0,59 W/l Beleuchtung
    Beleuchtungsdauer: 5h, 4h Mittagspause, 6h
    Bodenheizung, Bodengrund mit Terrdrakon versetzt
    Aussenfilter mit 440 l/h Durchfluss (wird nur zur Hälfte mit Filtermedien befüllt betrieben, um weniger Pflanzennährstoffe zu oxidieren)
    Düngung: 2ml Ferrdrakon pro Tag, wird auch manchmal mal vergessen :-(
    Wasserwechsel ca. alle 2 Wochen 10 Liter (1/3 Leitungswasser, 2/3 Osmosewasser)
    Wassertemp.: 27°
    Gh: 7°d
    Kh: 4°d
    Co2-Düngung seit 1 Woche
    Ph 6,6
    Weitere Werte sind nicht gemessen, vielleicht kann man mit denen schon was anfangen.


    Bezatz: 1 Ancistrus, 1 Colisa lalia, Turmdeckelschnecken im Bodengrund


    Bepflanzung: ein paar Echinodoren im Hintergrund, Nymphaea lotus rot, Valisneria spiralis, 2 Microsorium pteropus, 3 Anubias barteri nana, 2 Cryptocoryne wendtii, 2 Polster Riccia fluitans, ein Bisschen flutend wachsende Hydrocotyle leucocephala, der Ancistrus hat denen das Wurzeln nicht erlaubt und Holzhacker gespielt ;-)


    So, nun die Probleme:
    - Grüne Pelzalgen auf den meisten älteren Blätter (besonders Lotus und Anubias), kaum zu entfernen
    - Ziemlich viele Grünalgen, die wie Moos wachsen, die man aber gut manuell entfernen kann
    - Javafarn bekommt recht schnell viele dunkelbraune Flecken, die Blätter werden nicht sehr groß, sondern wachsen eher krüppelig (liegt das an der hohen Beleuchtung?)
    - Anubias wird nicht wirklich dunkelgrün, sondern bleibt hellgrün (aber keine Chlorosen sichtbar), zu hohe Beleuchtung?
    - Cryptocorynen bleiben nur sehr klein und verlieren immer wieder Blätter, obwohl ich den Wasserwechsel mit einem sehr dünnen Schlauch vornehme, um die Cryptocorynenfäule zu verhindern
    - schnellwachsende Stengelpflanzen sind nicht pflanzbar, weil der Ancistrus die innerhalb kurzer Zeit beim Durchschwimmen rausreißt


    Ich habe jetzt im Forum gelesen, dass Kramerdrak für Starklichtbecken sinnvoller ist. Handelt es sich dabei auch um einen Volldünger, der Ferrdrakon ersetzt? Ist seine Anwendung anstelle von Ferrdrakon in meinem Fall sinvoll?
    Vielen Dank schonmal im Voraus.

  • So, hab' jetzt nochmal ein paar mehr Werte bestimmt:


    No3: < 0,5 mg/l
    PO4: < 0,02 mg/l
    Fe: 0,05 mg/l


    Die restlichen Wasserparameter sind unverändert.
    Daraus würde ich schließen, dass ich sowohl Eudrakon N als auch Eudrakon P brauche und die Düngemenge an Ferrdrakon erhöhen muss.
    Da in KramerDrak weder Phosphat noch Nitrat enthalten ist, ist es sinnvoller, Ferrdrakon durch KramerDrak zu ersetzen und Eudrakon N und P zuzudüngen?
    Wäre für ein paar Tipps sehr dankbar.

  • Hallo,


    alle angegebenen Wasserwerte sind für die Fische sehr gut, denen geht es bestimmt prächtig =). Ruhig mal ein paar Bilder hier hochladen!


    27°C Wassertemperatur ist relativ hoch, wenn möglich würde ich die Temperatur auf 24 bis 25°C reduzieren.


    Phosphat- und Nitratgehalt sind für gutes Pflanzenwachstum wirklich etwas niedrig. Den Nitratwert könnte man mit Eudrakon N auf ca 5 mg/l heben, den Phosphatwert mit Eudrakon P auf 0,2 mg/l erhöhen, vielleicht verschwinden dann auch die Probleme mit dem Javafarn und den Cryptocorynen. Ob die Algen dann verschwinden?


    Die Eisenkonzentration ist eigentlich in Ordnung, man könnte trotzdem versuchen sie auf 0,1 mg/l anzuheben.


    Kramerdrak enthält viel mehr Kalium als Ferrdrakon. Es kann sein, dass den Pflanzen Kalium fehlt. Den Kaliumgehalt des Wassers kann man nicht so einfach bestimmen, Sie können sich bei Ihren Wasserversorger eine Trinkwasseranalyse besorgen und dann den Kaliumgehalt im Aquariumwasser abschätzen. Anzustreben sind 10 bis 15 mg/l Kalium im Aquariumwasser (laut Herrn Kremser).


    MfG!
    Volker

  • Hallo,
    den Ratschlägen möchte ich mich anschließen. Zu beachten wäre noch, daß auch Eudrakon N Kalium enthält. Je nach dem wie viel man davon düngen muß, genügt das und man kann wegen des Kalium auf jeden Fall dann beim Ferrdrakon bleiben.

  • Danke für die Antworten, dieses Forum ist wirklich eine wunderbare Sache. Das ist schon echt der beste Kundenservice, den man sich wünschen kann.
    Und auch wenn ich das schon mehrfach beim Kauf positiv Bewertet habe, kann ich es nur immer wieder bekräftigen, an DRAK Produkten hat alles Hand und Fuß, das Preis/Leitstungsverhältnis ist nicht zu schlagen, die Anleitungen sind sehr transparent und die Website ist unglaublich informativ.
    Werde das jedem Aquarianer empfehlen, der Probleme mit seinem Becken hat.


    Werde die Wassertemperatur mal ein Bisschen runterregeln, ich hoffe nur, dass die Pflanzen dann auch die hohe Lichtmenge verarbeiten können? Schließlich ist die Temperatur für die Geschwindigkeit der Stoffwechselvorgänge von entscheidender Bedeutung.


    Den Kaliumgehalt gibt mein Trinkwasserversorger leider nur mit 3,3 mg/l an (was glaube ich im deutschlandweiten Vergleich gar nicht so niedrig ist).
    Wenn ich das im Verhältnis 1/2 mit Osmosewasser verschneide, bleibt da allerdings nicht mehr viel übrig...
    Sieht wohl so aus, als müsse ich noch was dazugeben.
    Da ich Ferrdrakon schon habe, mache ich erstmal damit weiter (in Kombination mit Aquadrakon Black, Eudrakon N und P)und verzichte erstmal auf Ferrdrakon K. Aquadrakon Black, Eudrakon N und Eudrakon P fügen ja alle auch schon ein Bisschen Kalium zu, wenn ich die Anweisungen richtig gelesen habe.


    Und wenn ich den Eisenwert ein Bisschen anheben möchte, dann wird die zugegebene Menge an Kalium ja ebenfalls erhöht.


    Wie wichtig ist es eigentlich, den Eisenwert auf 0.1 mg/l anzuheben, wenn man täglich jeden Morgen düngt? Reichen da nicht ein geringerer Eisenspiegel, da das Eisen ja über den Tag hinweg verbraucht wird (ich glaube, meine Eisenmessung stammt von abends)?
    Denn dem niedrigen Eisenstand zum Trotz hat mein Wassernabel nie Chlorosen oder sonstige Wuchststörungen.
    Und der flutet, kann sich also das Eisen nichtmal mehr aus dem Terrdrakon-Bodengrund ziehen.

  • Hallo,

    Danke für die Antworten, dieses Forum ist wirklich eine wunderbare Sache. Das ist schon echt der beste Kundenservice, den man sich wünschen kann.

    danke, das ist ein wunderbares Lob.

    Quote

    Schließlich ist die Temperatur für die Geschwindigkeit der Stoffwechselvorgänge von entscheidender Bedeutung.

    Das gilt nur für lichtunabhängige Stoffwechselvorgänge. Lichtabhängige Stoffwechselvorgänge hängen nur von der Lichtmenge, nicht von der Temperatur ab.


    So ist es in der Realität genau anderes herum, wie von Ihnen vermutet. Der Eigenstoffwechsel bzw. die Eigenatmung der Pflanzen ist temperaturabhängig und deswegen steigt der Energieverbrauch der Pflanze alle 3 Grad auf ca. das Doppelte. Währendessen bleibt die Energiezufuhr über das Licht konstant, solange da von außen nichts geändert wird. Irgendwann kommt man bei immer weiter erhöhter Temperatur an den Punkt wo der Energieverbrauch der Pflanzen höher ist, als die mit dem Licht zugeführte Energiemenge. Ab diesem Äquivalenzpunkt lebt die Pflanze von der Substanz.
    Hierin ist begründet, warum man mit steigender Wassertemperatur immer höhere Lichtmengen benötigt.

    Quote

    Da ich Ferrdrakon schon habe, mache ich erstmal damit weiter (in Kombination mit Aquadrakon Black, Eudrakon N und P)und verzichte erstmal auf Ferrdrakon K.Aquadrakon Black, Eudrakon N und Eudrakon P fügen ja alle auch schon ein Bisschen Kalium zu, wenn ich die Anweisungen richtig gelesen habe.

    Es ist durchaus mehr als nur ein bißchen. Aquadrakon Black startet mit ca. 4 mg/l K bei der angegebenen Dosierung. Bei Eudrakon N sind es bei Maximaldosierung immerhin 0,4 mg/l K täglich.

  • Hallo,
    ich möchte mal ein kleines Update geben und noch ein paar Fragen an die Forumgemeinde und den Doc richten:


    Ich dünge jetzt seit ein paar Wochen mit Eudrakon N und P und bereite mein Wasser mit Aquadrakon Black auf.
    Über die letzten zwei Wochen habe ich meinen PO4-Spiegel auf 0,1 - 0,2 mg/l angehoben (Farben sind beim ***-Test nicht da nicht so gut zu unterscheiden), der NO3-Wert beträgt im Moment 0,5 mg/l, will ihn aber noch ein Bisschen erhöhen.
    Nach der anfänglichen PO4-Fresssucht der Pflanzen ist jetzt der PO4-Verbrauch erstmal gesunken.
    Das Grünalgenwachstum hat sich enorm verlangsamt und ist fast zum Erliegen gekommen. Die Pflanzen wachsen merklich schneller, der Krüppelwuchs am Javafarn ist verschwunden.
    Die Lotusblätter werden deutlich größer als vorher und die Blattbildungsrate hat sich auch erfreulich erhöht.
    Auch die Anubias wachsen schneller und treiben größere, jetzt auch dunkelgrünere Blätter.
    Es haben sich also ziemlich viele meiner Probleme gelöst, vielen Dank dafür, ich bin wohl nicht mehr weit von der grünen Hölle entfernt :-)


    Jetzt haben sich da allerdings auch ein paar neue Fragen/Probleme ergeben (die wahrscheinlich miteinander in Zusammenhang stehen...):


    1) Seit meiner ersten Zugabe von Aquadrakon Black ist mein Eisenspiegel auf ca. 0,1 - 0,2 mg/l eingefroren. Ich habe dann die Ferrdrakon - Düngung eingestellt, da die Algen für ein paar Tage sehr stark gewachsen sind und sich eine ölige Kahmhaut gebildet hat. Ein ca. 30 %iger Wasserwechsel vor einer Woche brachte da irgendwie auch keine Verbesserung. Muss wohl mit den zusätzlichen Chelatoren im Aquadrakon zu tun haben...
    Rechelatisieren die auch schon im Filter oxidiertes Eisen (und andere ausgefällte Spurenelemente)?
    Ein weiterer Wasserwechsel gestern (60%) hat den Eisenspiegel endlich auf 0,05 mg/l herunterbekommen, hoffe, das sinkt noch ein Bisschen, dass ich wieder Ferrdrakon düngen kann und keine anderweitigen Mängel bekomme.


    2) Der (flutende) Wassernabel und meine Anubias haben Chlorosen, die gerade erst bei den neuen Blättern auftreten. Nach der Erstanwendung Aquadrakon (die ich entsprechend dem Gesamtwasservolumen dosiert habe) sind die Pflanzen eineinhalb Wochen lang wunderbar gewachsen, der Wassernabel hatte plötzlich doppelt so große, tiefrgüne Blätter getrieben und sich in den Blattachseln intensiv verzweigt, doch nun scheint da ein Mangel vorzuherrschen (wohl durch das heftige Wachstum bedingt). Für die Anubias gilt das selbe, auch sie wuchsen zunächst wunderbar, zeigen nun aber die auf dem Bild gezeigten Chlorosen (sorry für die Quali)


    3) Meine Echinodorus (Artnamen weiß ich nicht mehr) hat sehr blassen, fast weißen Neuaustrieb, der sich allerdings nach ein paar Tagen Wachstum auch grünlich zu färben beginnt. Ist das zuchtformbedingt oder handelt es sich dabei auch um einen Mangel?


    4) Trotz des täglichen Düngens der Maximaldosis von Eudrakon N ist der Nitratwert nur schwer über 5 mg/l zu bekommen. Was außer der (ja nicht so schnellwachsenden Pflanzen in meinem AQ) frisst solche Nitratmengen? In meinem Filter sind diese Sip**ax Tonröhrchen, ein weißes Filterwattepad und ein grobporiger blauer Filterschwamm. Ich würde gerne alle Werte leicht über die vom Doc geratenen heben, was man glaube ich bei recht starker Beleuchtung von 0,59 W/l auch vertreten kann?


    Ich tippe ja auf Kaliummangel, bin mir aber nicht sicher. An Kalium führe ich im Moment zu: Wöchentlich: Aquadrakon Black 3,7 mg/l, Frischwasser 1,1 mg/l; Täglich: 0,4 mg/l durch Eudrakon N und ein Bisschen durch Eudrakon P, durch Ferrdrakon im Moment nichts... Wieviel wäre das bei empfohlener Dosierung?


    Käme noch ein anderer Mangel bei den dargestellten Schadbildern in Frage?


    Im Falle von Kaliummangel, sollte ich dann mit Ferrdrakon K und/oder Daydrakon oder lieber KramerDrak düngen?


    Vielen Dank schonmal im Voraus für die Mühe!


    MfG
    Stefan

  • Hallo,


    nach dem letzten 60 % Wasserwechsel sind einige Chlorosen kurzzeitig besser geworden, 2 Tage lang haben die Pflanzen richtig ordentlich assimiliert, dann ist die O2 Abgabe deutlich gesunken und die Chlorosen erscheinen wieder auf den frischen Blättern...
    Da ich beim Wasserwechsel nur Aquadrakon Black zugegeben habe (also Kalium für die Pflanzen) und die Pflanzenaktivität daraufhin kurzzeitig besser geworden ist, kann es also eigentlich nur an Kalium liegen.
    Was mich nur wundert, ist die Tatsache, dass die Chlorosen eigentlich ja keine typischen Kaliummangelsymptome sind!?


    Nach dem Wasserwechsel war der Eisenspiegel auf 0,05 mg/l, habe dann 1 ml Ferrdrakon gedüngt, jetzt liegt er wieder auf o,1 mg/l und ändert sich nicht.
    Mag auch daran liegen, dass ich vor der Zugabe von Aquadrakon Black täglich 2 ml Ferrdrakon gedüngt habe (d.h. 14 ml pro Woche auf 51 l Beckeninhalt, was ja deutlich mehr ist als empfohlen) und der Eisenspiegel trotzdem immer bei 0,05 mg/l lag. Irgendwo muss das ganze Eisen ja geblieben sein... Das scheint jetzt durch Aquadrakon irgendwie wieder aktiv zu werden...


    ich habe mir jetzt Ferrdrakon K bestellt, um dem Kaliummangel beizukommen. Kann ich unter den Umständen auch mal Ferrdrakon K kurzzeitig ohne Ferrdrakon düngen? Wenn zu wenig Kalium da ist, verbrauchen die Pflanzen ja auch weniger Eisen und der Eisenspiegel sinkt nicht/kaum...
    Irgendwie muss ich da ja mal ein Gleichgewicht herstellen.


    Grüße
    Stefan

  • Hallo,

    Da ich beim Wasserwechsel nur Aquadrakon Black zugegeben habe (also Kalium für die Pflanzen) und die Pflanzenaktivität daraufhin kurzzeitig besser geworden ist, kann es also eigentlich nur an Kalium liegen.

    ...und Frischwasser.
    Aus meiner Erfahrung hier aus dem Forum sind diese gelegentlich auftretenden Wassernabel-Chlorosen letztlich auf einen Magnesium-Mangel (für den diese Pflanze am empfindlichsten scheint) hinaus zu laufen.
    Der Wasserwechsel bringt neben dem Entfernen von Hemmstoffen auch Mg und andere Mineralstoffe in großer Menge ins Becken.

    Quote

    Mag auch daran liegen, dass ich vor der Zugabe von Aquadrakon Black täglich 2 ml Ferrdrakon gedüngt habe (d.h. 14 ml pro Woche auf 51 l Beckeninhalt, was ja deutlich mehr ist als empfohlen) und der Eisenspiegel trotzdem immer bei 0,05 mg/l lag. Irgendwo muss das ganze Eisen ja geblieben sein... Das scheint jetzt durch Aquadrakon irgendwie wieder aktiv zu werden...

    Aquadrakon Black bringt wie jeder Wasseraufbereiter durchaus nennenswerte Mengen Chelatoren ins System, so daß frisch ausgefälltes Eisen durchaus wieder mobilisiert werden kann. Nach eingen Wochen Anwendung sollte das wieder aufhören.

    Quote

    Kann ich unter den Umständen auch mal Ferrdrakon K kurzzeitig ohne Ferrdrakon düngen? Wenn zu wenig Kalium da ist, verbrauchen die Pflanzen ja auch weniger Eisen und der Eisenspiegel sinkt nicht/kaum...

    ja, das kann man sicherlich ohne Schaden für einige Wochen machen.

  • Hallo,


    ich möchte gerade mal eine interessante Beobachtung niederschreiben:


    Seit der Anwendung von Aquadrakon Black habe ich kein Ferrdrakon gedüngt und trotzdem blieb mein Eisenspiegel über mehr als 4 Wochen konstant und war auch durch Wasserwechsel nur schwer zu senken.


    Nun habe ich seit drei Tagen nur Ferrdrakon K in Anwendung und verzeichne ein starkes Absinken des Eisenspiegels (obwohl Ferrdrakon K ja ebenfalls Eisen zuführt!).


    Das bestätigt wunderbar das Gesetz des Minimums, wonach den Pflanzen alles Eisen der Welt nichts nützt, wenn andere an der Chlorophyll-Synthese beteiligte Stoffe im Mangel liegen (in meinem Fall wohl Magnesium). Führt man diese zu, so kann das Eisen auch wieder verbraucht werden.
    Finde ich nett, dass mein Aquarium mir das so schön demonstriert ;-)


    MfG
    Stefan

  • Hi,
    Nach meinen Erfahrungen sollte Eisen (Fe) sowiso nicht über den Wert 0.05mg/l hinaus gehn. Wenn aber mal 0.08mg/l oder so (selbst 0.1mg/l) es nbissl drüber hinaus geht, ist es auch nicht tragisch. Man sollte grundsätzlich Eisen aber immer niedrig halten.
    Schliesslich haben nur wenige Pflanzen einen so starken Eisenbedarf das man höher düngen müsste. Sprich, man hält kaum in einen Becken meistens gleichzeitig gleichwertige Eisenzerrende Pflanzenarten, sondern verschiedendüngenährstoffeliebende Pflanzenarten; Die eine Pflanze liebt mehr Eisen, die andere im selben Becken mehr Phosphat, die andere mehr Nitrat usw. Aber man hält kaum gleiche Pflanzenarten die vom selben Nährstoff gleichviel daran zerren.


    Nach meiner Ansicht, sind nach zwei Tagen meistens sowiso die Düngemängen (von allen Düngernährstoffen die man einzeln zugedügt hat) aufgebraucht und man kann wieder mit den selben Werten aufdüngen (jeh nach Lichtstärke und der eigenen Düngemängenhaltung natürlich); aber bei diesen Düngewertemängen die hier so angebenen werden (die ich übrigens alle auch so halte. Bei Kalium zwar nur zwischen 5-10mg/l und Phosphat höchstens bis 0.1mg/l. Also fast gleich wie die anderen hier anraten) kann man praktisch sich das tägliche düngen sparen und nur all zweiten Tag düngen.
    Ich spar mir sogar gegen Wochenende das dritte düngen und lasse es sogar so laufen, das ich vor dem Sonntag (also am Samstag), also vor dem Wasserwechseltag, also am Samstag nochmals ein zweiten Tag Düngepause einlege.


    Mein Düngeplan also:
    1.) Sonntags (nach dem Wasserwechsel) auf die gewünschten Werte aufdüngen und gleich nach ca. 1h die Werte mit Tröpfchentests messen. [NO3 (Nitrat), Fe (Eisen) und PO4 (Phosphat)]
    2.) Dann Dienstags erst wieder alles nachdüngen.
    3.) Und dann Donnerstags das zweite mal erst wieder,....nach eben wieder einen Tag Pause; Sowie von Sonntag auf Dienstag ein Tag pause dazwischen ist.
    4.) Und dann eben somit lass ich dann am Freitag und +Samstag(diesmal also zwei Tage Düngepause) das düngen aus und erst am Sonntag dünge ich wieder (beim Wasserwechseltag eben).


    Der Grund für denn zusätzlichen Samstagfreien-Düngetag ist: das ich damit bewirken will, das ich zufällig sich anhäufender Düngeresten damit zum aufbrauchen zwinge und so das Becken wohlmöglich durch eben nichtnachweisbare nichtaufgebrauchte Düngeresten alles nbissl düngesauberer halte.
    (Sehr, sehr selten zeigen sich so gehandhabt wirkliche Mangelerscheinungen.)


    Hoffe man hats vestanden und ich konnte mit meiner Ansicht der Dinge jemandem reizen es auch so zu Handhaben. Die Fische werden es sicherlich besser finden.


    Gruss
    Freshwater-Sam


    PS: Um sein tatsächlicher Verbrauch heraus zu finden, an seinem neuen Becken, muss man beim ersten mal tatsächlich täglich die einzelnen Wasserwerte Messen, für eine Woche (das muss man aber nur einmal, eine Woche lang durchziehen).
    Dann weiss man wenigstens wieviel Düngemänge, in wievielen Tagen, einem in seinem eigenen Becken tatsächlich verbraucht wird. Bei mir sind es immer innert zwei Tage gewesen, das sich die Nährstoffe aufgebraucht haben und deshalb dünge ich jetzt all zweiter Tag nach.
    Ich teste im übrigen am Sonntag nach dem Wasserwechel nur die Düngewerte: NO3 (Nitrat), Fe (Eisen) und PO4 (Phosphat). Meiner Meinung nach die wichtigsten Düngewertemessungen.


    Wenn dann mal die Pflanzen mächtig wachsen und/oder man ein radikalschnitt vornimmt, kann man mit der Zeit (durch das kennenlernen seines Beckens/Verbrauchs) es ziemlich gut einschätzen, wie man die Düngewertezahlen anpassen muss.
    Ist einfach eine Frage der Erfahrung mit seinem Becken, durch das regelmässige Düngen und Testen der Werte.