Bekomme Pinselalgen nicht in den Griff

  • Hallo Andreas,


    freut mich das Du um diese Zeit noch im Forum unterwegs bist :)
    Ich glaube ich hatte da gerade eben einen starken Denkfehler ;) Aber ich glaube ich hab´s jetzt kapiert :).


    Wieviel Ferradrakon K sollte ich denn hinzufügen/ersetzen, um bei meinem Becken einen Kaliumgehalt von 5 - 10 mg/l zu erhalten ?



    Gruss,


    Christian

  • Hallo,
    > freut mich das Du um diese Zeit noch im Forum
    > unterwegs bist


    war der letzte Blick auf den Rechner.

    > Wieviel Ferradrakon K sollte ich denn
    > hinzufügen/ersetzen, um bei meinem Becken einen
    > Kaliumgehalt von 5 - 10 mg/l zu erhalten ?


    Dazu bräuchte es einmalig 1 ml Ferrdrakon K auf 6 l Wasser. Das ist so natürlich nicht praktikabel, der Eisengehalt wäre viel zu hoch.


    Je nach Kaliumgehalt des Ausgangswassers und Pflanzenbestand ersetzt man 30 - 70 % der bisherigen Ferrdrakon-Gabe gegen die doppelte Menge in ml gerechnet.
    Um Anfangs schnell zu Ergebnissen zu kommen, kann man auch für ein paar Tage 100 % Ferrdrakon K geben.

  • Hallo Christian,


    auch auf die Gefahr hin, von Fischspezialisten gescholten zu werden, ich hätte absolut keine Bedenken, das Leitungswasser pur ins Aq. zu füllen: 27ppm NO3 ergeben nach einem Wasserwechsel von 80L (auf den gesamten Beckeninhalt bezogen und bei einem täglichen Verbrauch von 1ppm - typischer Tagesverbrauch etwa 1-4ppm NO3) vermutlich genau die NO3-Konzentration, die bis zum nächsten Wasserwechsel von den Pflanzen vollständig aufgenommen wird. Der vom Wasserwerk angegebene Wert für Ca ist so ohne weiteres für die Pflanzen geeignet, der Kaliumgehalt ist zu niedrig (halte dich an Andreas' Empfehlung bezüglich Ferrdrakon K) und die Magnesiummenge könnte ebenfalls etwas höher sein (Ca:Mg idealerweise ca. 2-5:1). Neben MgSO4 kannst du für das Anheben des Magnesiumgehaltes natürlich ganz einfach auch Magnedrakon verwenden. 1°C Temperaturabsenkung führt in deinem Aq. zu 24,5°C nachts und ist damit optimal.


    Fruß,
    Detlef

  • Hallo Detlef,


    kann Deinen Tip, das Leitungswasser unbehandelt ins AQ zu geben, nicht ganz nachvollziehen. Damit würde ich doch dann Woche für Woche mein Wasser im Becken aufhärten ?!
    Wegen des niedrigen Kalium, Ca, Mg Wertes habe ich gestern den Kaliumvolldünger von Andreas bestellt.
    Was ich auch nicht so ganz verstehe, is das mit der Temperatur. Warum die Temperatur soweit senken ? In einem Buch über Pflanzen für Aquarien habe ich gelesen, das die meisten tropischen Pflanzen optimal bei einer Temperatur von 27 Grad gepflegt werden sollten. Und meine Fischen sind die 24.5 Grad doch bestimmt auch zu wenig, oder ?



    Gruss,


    Christian

  • Hallo Christian,


    >das Leitungswasser unbehandelt ins AQ zu geben, nicht ganz nachvollziehen. Damit würde ich doch dann Woche für Woche mein Wasser im Becken aufhärten ?!>
    Klar, wenn du von deinen jetzigen Werten ausgehst erreichst du nach zig Wasserwechseln irgendwann die Leitungswasserwerte in deinem Aq.. Grundsätzlich aber nein, denn die Menge, die du entnimmst füllst du wieder hinein. Aufhärtung würde nur erfolgen, wenn du verdunstetes Wasser (Mineralien verdunsten nicht) durch Leitungswasser (genauer: mineralienhaltiges Wasser) ersetzt.


    >Wegen des niedrigen Kalium, Ca, Mg Wertes habe ich gestern den Kaliumvolldünger von Andreas bestellt<
    O.k. dann mische Leitungswasser mit Osmosewasser im Verhältnis 1:3 (damit genügend Ca im Wasser vorhanden ist) und ergänze fehlendes Kalium und Magnesium mit Ferrdrakon K plus eventuell etwas Magnedrakon.


    >In einem Buch über Pflanzen für Aquarien habe ich gelesen, das die meisten tropischen Pflanzen optimal bei einer Temperatur von 27 Grad gepflegt werden sollten. Und meine Fischen sind die 24.5 Grad doch bestimmt auch zu wenig, oder ?<
    Nein, 25°C sind für die meisten Pflanzen und Fische der beste Kompromiß. Auch in der Natur variieren viele Parameter, Lebewesen passen sich an. Über pflanzliche Temperaturtoleranz und -optima lies mal nach bei Cristel Kasselmann: Aquarienpflanzen.



    Gruß,
    Detlef

  • Hallo,


    meine Güte, langsam wirds unübersichtlich.
    Wenn man den stand der Wissenschaft glauben schenkt, so sind 2 mg Nitat doch etwas wenig.
    Und alles braucht und hat seine seine Zeit. So übe man denn Geduld, Natur macht, im Aquarium zumindest, noch keine Sprünge, Wichtig ist, daß die Pflanzen gut wachsen, dann kommt alles Andere von selber. Kopf hoch...
    Udo

  • Hallo Udo,



    natürlich ist es ein komplexes Thema. Aber würde ich mich nicht darum kümmern, dann würde ich das Problem mit den Algen/Pflanzenwuchs nie in den Griff bekommen. So wie´s ausschaut sind die meisten Algen aber mittlerweile abgestorben und ich muss sie halt "nur" noch zum grössten Teil mechanisch entfernen.
    Leider stagniert aber bis dato mein Pflanzenwuchs :(
    Aber ich denke, dass ich dieses Problem auch noch lösen werde. Eine Ursache dafür wird es sicherlich geben. Und dieses und andere Foren versuchen mir halt bei der Suche zu helfen.
    Ich denke nicht, das man allein mit Geduld dieses oder andere Probleme in den Griff bekommt ;)


    Gruss,


    Christian

  • Hallo und schönen guten Abend,


    wollte nochmal einen kleinen Zwischenbericht abgeben. Leider hat sich am Pflanzenwachstum bisher nicht viel geändert und die Pinselalgenbestände sind auch noch da.Seit letzter Woche dünge ich zusätzlich mit Ferrdrakon K. Habe 5 ml Ferrdrakon weggelassen und 10 ml Ferrdrakon K hinzugefügt.
    Ausserdem ist mir beim Kürzen der Enchinodoren aufgefallen, dass die Blätter sich anfühlen wie Plastik, hart und brüchig.Ist das normal bei diesen Pflanzen oder ist dies auf einen Mangel zurückzuführen ?
    Unter anderem, habe ich mich entschlossen, mein Becken demnächst "oben ohne" zu betreiben und das Becken mit 3 HQL Leuchten zu befeuern :) Reichen 3 mal 80 Watt oder soll ich gleich die 125 Birnen einsetzen ? Die Lampen sind umschaltbar. Das ist meine letzte Hoffnung die Pflanzen mal zum wachsen zu bekommen.So das wars erstmal wieder von meiner Seite und ich freue mich schon auf Euer Feedack.



    Gruss,


    Christian