Aquarium will einfach nicht richtig funktionieren ... .

  • Hallo,


    in meinem Aqua. gehen irgendwie eigenartige Dinge vor.
    Ich fang halt mal an.


    - Es bilden sich auf fast allen Echi. Blättern wie kleine Haare (Algenfäden / Pinselalge / Fadenalge)
    - Außerdem sehen einige Blätter (auch neue) immernoch etwas glasig (leicht durchscheinend) aus.
    - Sagitaria Pusilla wächst wie Unkraut aber bekommt mit der zeit Pinselalgen
    - Es wachsen eigentl. alle Pflanze so einigermaßen, aber die Algen sind auch immer mit dabei.


    Aus ca. 1-2m sieht das Becken gut aus, aber wenn man Näher ran geht sieht alles rel. dreckig aus.


    Außerdem habe ich einen Berreich im Aquarium der immer besonders verdreckt im Gegensatz zum Rest vom Becken (Vorn Rechts).


    [Blocked Image: http://img179.imageshack.us/img179/8231/unbenanntbh2.jpg]


    - Sollte ich das Filterkonzept nochmal komplett ändern ?
    - Wenn ja wie (aber mit möglichst wenig Aufwand) ?


    Die beiden Außenfilter waren noch von meinem alten Becken und da hab ich mir gedacht ehe ich mir einen neuen großen kaufe nehme ich eben die beiden kleineren.


    Der Innenfilter war schon im Becken drin, jedoch habe ich ihn ein wenig verändert.
    Es sitzt auch noch eine 600L/H Tauchpumpe mit im Filter, diese kann ich aber nicht betreiben, weil ich den Überlauf von der Absetztkammer zur Filterkammer zu gering dimensioniert habe.
    Demzufolge zieht es die Filterkammer innerhalb weniger Stunden leer.
    Das müsste ich bei der nächsten Filterreinigung noch beheben.


    Kann es sein das in dieser "Dreckecke" keine Strömung vorhanden ist ?
    Weil sich dort die Pflanzenblätter fast nicht bewegen.


    Zur Düngung:


    NO3 = 15-20 mg/L (Eudrakon N)
    PO4 = >0,5mg/L bis max. 1mg/L (Eudrakon P)
    Fe = komplett eingestellt


    Ich mußte beide Werte so hoch nehemen weil dadurch die Blaualgen verschwanden und sie kommen auch nicht mehr wieder (außer im Innenfilter).
    Wenn ich beide Werte wieder absenke kommen die Blaualgen wieder.


    NO3 wird sehr viel im Becken verbraucht, wahrscheinlich durch eingesetzte Hydrokulturen (Efeutute / Speerblatt / Schlangenbart?) im Innenfilter (oben offen).


    Aber jetzt kommt das eigenartige Problem was ich schon seit Anfang an (August) habe.
    In meinem Becken wird absolut kein Eisen verbraucht bis vor kurzem habe ich das ignoriert und habe mit Ferrdrakon K & Daydrakon gedüngt.
    Jedoch blieb die von vielen beschriebene Pflanzenexplosion aus.
    Jetzt Dünge ich seit ca. 5Tagen kein Eisen mehr und der Wert bleibt fest bei 0,25mg/L stehen der Wert ist aber noch nie über die besagten 0,25mg/L gestiegen.


    Ich kann den Eisenwert nur durch Wasserwechsel reduzieren.


    Kann es evtl. an eingebrachten Düngekugeln liegen (Ton + Buchenasche) ?
    Es kann ja eigentl. nur noch ein mangel an irgendetwas vorliegen, oder ?
    Ich versteh das nicht, was ist in dem Becken los ?
    Wie würdet ihr jetzt weiter verfahren, warte bis der fe-wert von alleine sinkt ?


    Hier mal ein paar Blätter von den Echis. das sieht ganz nach einem mangel aus, sieht von nahem wie Brandflecken aus.


    [Blocked Image: http://img128.imageshack.us/img128/8690/img0676qo5.jpg]
    [Blocked Image: http://img128.imageshack.us/img128/4654/img0677fl0.jpg]
    [Blocked Image: http://img48.imageshack.us/img48/4649/img0678hy2.jpg]
    [Blocked Image: http://img105.imageshack.us/img105/8582/img0680af3.jpg]


    Auf dem unteren Bild sieht man auch recht deutlich die Häärchen auf dem hinteren Blatt.


    Danke
    Gruß Jan

  • Hallo,
    Die Schäden an der Echinodorus könnten induzierte Mangelsymptome durch den Eisenüberschuss sein.
    Ich versteh das von hier auch nicht, warum Dein Eisenwert nicht sinken will. Du bist am dichtesten dran, was könntest Du denn als Verdächtigen ausmachen, der hier dauerhaft so große Mengen Eisen abgibt?

  • Hallo Andreas,


    tja erst müßte ich mal wissen was für soetwas in Frage käme ?


    Das komische ist aber, wenn ich Wasserwechsel mache ca. 130L sinkt der Fe-Wert auf ca. 0 - 0,05 mg/L und er steigt auch nicht von selbst.


    Erst wenn ich Anfange mt Düngen steigt er durch die Düngerzugabe und bleibt auf dem level der Düngerzufuhr stehen.


    Danke
    Gruß Jan


  • Hi Jan,


    fairerweise solltest Du evtl. mit Link bekanntgeben, dass Du die gleiche Frage in zumindest noch einem weiterem Forum ebenfalls paralell am Laufen hast. Ich persönlich finde es nicht besonders fair wenn sich die hiesigen Forenmitglieder über mögliche Ursachen Deiner Probleme Gedanken machen und Du in anderen Foren schon längst Antworten auf Deine Fragen erhalten hast.


    Nur mal so als Denkanstoss...


    Markus

  • Hallo,


    sorry, das ich das Vergessen habe.
    Nur leider gibt es in dem anderen Forum auch noch keine richtigen Antworten woran es liegen könnte.


    Hier mal meine Wasserwerte von heute:


    PH=6,5
    GH=6-7
    KH=3
    NH3/NH4=0
    NO2=0
    NO3=10
    PO4=0,5-1,0
    Fe=0,25 :mad: :confused: :mad:


    Ich werd morgen erstmal wieder 130L Wasser wechseln dann alle Werte so anheben wie´s auf den Flaschen von Andreas steht (NO3=8-10 / PO4=0,25 & Fe mit minimalster Menge anfangen).


    Danke
    MfG Jan

  • HAllo,


    ich werd das mit dem Wasserwechsel erstmal lassen.
    Ich warte mal noch bis Samstag, dann sind 2Wochen seit dem letzten Wasserwechsel vergangen.


    Sollte ich evtl. mit Ferrdrakon K weiter düngen um einen Mangel der anderen SE ausschließen zu können?


    Stengelpflanzen die vor ein paar Wochen noch rel. gut gewachsen sind. Wachsen jetzt fast überhaupt nicht mehr und eine geht sogar ein.


    :confused: :confused: :confused:


    Danke
    MfG Jan

  • Hallo,


    wie hoch ist denn die Magnesium- und Kaliumkonzentration in deinem Frischwasser?
    Bei mir war von Beidem zu wenig im Leitungswasser.
    Nach erhöhen auf 15 mg/l K und 7,5 mg/l Mg und täglicher Düngung mit Ferrdrakon wachsen jetzt die Pflanzen super.



    Gruss Micha

  • Hallo,


    da hast du ja noch weniger Magnesium und Kalium im Leitungswasser, als ich.
    Ich habe die Werte gar nicht gemessen, sondern aus den Analysen des Wasserwerks entnommen.
    Aus den Diskussionen hier habe ich die beiden Zielwerte für mich festgelegt und ergänze die beiden Salze jeweils dosiert auf die in etwa gewechselte Wassermenge.


    Für die Magnesiumergänzung verwende ich eine Lösung von Bittersalz in destilliertem Wasser.
    Bittersalz ist MgSO4.7H2O. 10,136 g Bittersalz enthalten 1 g Mg.
    Ich löse 31,6 g Bittersalz in 250 ml Wasser.
    Damit ergibt sich bei Zugabe von 1 ml dieser Lösung auf 100 l Wasser eine Steigerung der Magnesium Konzentration um 0,125 mg/l.


    Bei der Kaliumergänzung verfahre ich ähnlich.
    Verwendet wird Kaliumsulfat. 2,23 g Kaliumsulfat enthalten 1 g Kalium.
    Ich löse 13,9 g Kaliumsulfat in 250 ml Wasser.
    Damit ergibt sich bei Zugabe von 1 ml dieser Lösung auf 100 l Wasser eine Steigerung der Kalium Konzentration um 0,25 mg/l.


    Beide Substanzen habe ich aus der Apotheke bezogen.
    Bittersalz ist ein Mittel, um Erbrechen auszulösen und recht billig zu bekommen.
    Das Kaliumsulfat musste bestellt werden und war etwas teurer.


    Das Problem ist, diese kleinen Salzmengen mit haushaltsüblichen Mitteln abzuwiegen.


    Die Salzkonzentration sollte langsam geändert werden, so dass die Fische Zeit haben, sich an die geänderten Bedingungen anzupassen.
    Die Gesamthärte wird durch das MgSO4 etwas erhöht.


    Die anderen Nährstoffe und Spurenelemente führe ich mittels Ferrdrakon in der auf der Flasche angegebenen Dosierung täglich zu.


    Von der Erhöhung der K und Mg Konzentrationen mittels Ferrdrakon K, wie es von Andreas empfohlen wurde ;) , habe ich Abstand genommen, weil ich bei meinen K und Mg Konzentrationen im Leitungswasser die gewünschten Konzentrationen, mit dem Verhältnis von Kalium und Magnesium im Dünger, nicht erreichen konnte.
    Ausserdem wäre mir der Eisenwert nach dem Wasserwechsel (alle 3 Wochen 50 %) zu gross gewesen.
    Bei Leitungswasser mit höherem Magnesiumgehalt und nicht so großen Wasserwechseln ist auch Ferrdrakon K zu empfehlen.
    Man könnte auch nur die Magnesiumkonzentration erhöhen und den Rest mit Ferrdrakon K ergänzen.


    Ich hoffe, dass damit deine Pflanzen wieder besser wachsen.


    Gruß Micha

  • Hallo !


    Du schreibst, dass Du viel düngst mit Eudrakon N, vielleicht weisst Du, dass Nitrifizierung Hydrogencarbonat verbraucht.


    Achtest Du darauf, dass Dir die KH nicht abschmiert ?
    Wie groß ist sie, wo steht der Ph Wert ?


    Das Bild der Limnophila sieht für mich aus wie Kohlenstoffmangel.



    Gruß
    Heinz

  • Hallo,

    Du schreibst, dass Du viel düngst mit Eudrakon N, vielleicht weisst Du, dass Nitrifizierung Hydrogencarbonat verbraucht.

    das stimmt zwar, trifft aber bei Eudrakon N trotzdem in der Regel aus mehreren Gründen nicht zu:

    • Die Zugabe von (fertigen) Nitraten erzeugt keine Säure.
    • Pflanzen geben bei der Aufnahme von Nitrat wieder Hydrogencarbonat ab, so daß bei gleichbleibendem Nitratgehalt die KH in der Summe unverändert bleibt.
    • Sinkt der Nitratgehalt (auch beim Prozess der Denitrifizierung), steigt die KH dadurch sogar.


    Fazit, nur bei zu starker Dosierung von Eudrakon N bzw. in der Anfangsphase, wenn man erst einmal einen bestimmten Gehalt aufbauen möchte, trifft es zu, daß die KH durch Nitrifizierung sinkt.

  • Hallo,


    stimmt sicherlich alles.


    Trotzdem findet sich in Eudrakon N beträchtliche Mengen an Urea und Ammonium neben dem Endprodukt Nitrat, da werden also schon Säuren produziert,- und die werden bei NO3 Werten von 15-20mg sicherlich nitrifiziert worden sein, wo sollten die sonst hin sein, wenn nicht i n die Pflanze.


    Ich konnte das bei mir so beobachten, natürlich verschwinden nicht mehrere °KH innerhalb von einem Tag, wohl aber im Laufe von 1-2 Wochen.


    Ich wollte nicht dass Produkt Eudrakon verunglimpfen, also 100 sorry,
    Den Co2 Gehalt zu überprüfen, und / oder die Korrektheit dieser Parameter und der Ph Elektrode falls vorhanden finde ich immer empfehlenswert.



    Heinz

  • Hallo,


    die KH steht seit einiger Zeit bei ca. 3° fest und verändert sich auch nicht.
    Das Frischwasser hat ebenfalls diesen Wert 2-3.


    Der PH Wert liegt zwischen 6,3 & 6,5 mit Tröpfentest gemessen.
    Habe mir aber jetzt noch nen roichtigen CO2 Test besorgt, mal sehen was dieser aussagt.


    Danke
    Gruß Jan

  • Hallo,

    Trotzdem findet sich in Eudrakon N beträchtliche Mengen an Urea und Ammonium neben dem Endprodukt Nitrat, da werden also schon Säuren produziert,- und die werden bei NO3 Werten von 15-20mg sicherlich nitrifiziert worden sein, wo sollten die sonst hin sein, wenn nicht in die Pflanze.

    Es ist übrigens für die Säure-/Base-Bilanz völlig gleich, ob die Pflanze direkt Ammonium oder Harnstoff aufnimmt, oder ob es erst zum Nitrat oxidiert wird und dann von der Pflanze aufgenommen wird.
    Rechnet es ruhig mal von den jeweiligen Ausgangsstoffen durch, Tatsache bleibt, daß sich die KH wegen des Stickstoffkreislaufs nur dann ändert, wenn sich der Nitrat-Gehalt durch Produktion oder Verbrauch (egal aus welcher Quelle, egal welcher Verbraucher) ändert.

    Quote

    Ich konnte das bei mir so beobachten, natürlich verschwinden nicht mehrere °KH innerhalb von einem Tag, wohl aber im Laufe von 1-2 Wochen.

    Durch Nitrifikation könnte das aber u.U. so schnell gehen, es darf aber nicht vergessen werden, daß es auch noch andere Säure-produzierenden Prozesse im Aquarium gibt (z.B Huminsäurebildung).

    Quote


    Ich wollte nicht dass Produkt Eudrakon verunglimpfen, also 100 sorry,

    Keine Sorge, so hab ich das nicht aufgefasst, mir geht er hier rein um den Sachverhalt an sich.

    Quote

    Den Co2 Gehalt zu überprüfen, und / oder die Korrektheit dieser Parameter und der Ph Elektrode falls vorhanden finde ich immer empfehlenswert.

    Das unterschreib ich gerne. Trifft auch auf viele andere Parameter zu.

  • Jan ,


    gut, das einzige was ich mir noch vorstellen kann ist die Sache mit dem Eisen.


    Findest Du Pflanzen, die im Kronenbereich verkrüppeln oder Chlorosen zeigen, sich an Blattspitzen und Ränder Nekrosen bilden oder braun werden ?


    Ich habe öfters gelesen, dass Pflanzen ein SE-Angebot von 0,1mg/l Fe und mehr garnicht bewältigen können.


    Den Eindruck habe ich eigentlich auch.


    Wenn man bedenkt, dass die Fe-Tests- so wie ich das hier mitbekomme- weniger anzeigen als wirklich drin ist, würde ich einfach mal alle Parameter beibehalten und Fe bei 0,05mg soweit festlegen per WW.


    Anderes fällt mir eigentlich nicht mehr ein, es wäre nicht das erste mal das Weniger -Mehr- ist.


    Grüße
    Heinz

  • Hallo,


    jetzt haben alle Echinodoren diese braunen Flecken auf den Blättern (Siehe erste Seite in diesem Thread).
    Außerdem sind alle Blätter der Echis leicht Chlorotisch und neue Blätter kommen auch fast keine.


    Naja mal schauen.
    Das Problem mit dem fe-abbau besteht ja schon seitdem das Becken steht, weshalb versteh ich nicht.


    Danke
    MfG jan

  • Hallo,


    ich hab jetzt auch noch meinen großen Innenfilter vor ca. 2Wochen umgebaut.
    Sinterkeramik raus und nur noch Filterschaum rein. Und ne Pumpe die jetzt 800L/h bringt.


    Becken sieht erstmal sauberer aus.


    Dünge jetzt zusätzlich mit Preis Mineralsalz, hab auf das gesamte Becken 3Gramm gedüngt.


    Habe eine Woche lang kein Fe gedüngt. Keine Kahmhaut.
    Hab seit Montag wieder angefangen ca. 7ml Ferrdrakon K zu düngen.
    Kahmhaut kommt seit gestern langsam wieder.
    Demzufolge Nährstoffüberschuß.


    Was kann das nur sein ?


    NO3 wird rel. schnell verbraucht (5ml pro Tag dünge ich).
    PO4 wird langsam aufgebraucht.
    Fe wird absolut nicht angerührt.


    Was kann denn hier noch ein limitierender Faktor sein ?


    Algen hab ich fast keine mehr.


    Danke
    MfG Jan

  • Hallo,

    Kahmhaut kommt seit gestern langsam wieder.
    Demzufolge Nährstoffüberschuß.

    in allen Düngern sind Stoffe drin, die bakteriell abgebaut werden können. Insofern ist die Bildung einer Kahmhaut durchaus möglich. Insbesondere, wenn keine anderen Stellen im Becken oder in der Filterung an dieser Stelle einspringen.
    Der neue Filterschaumstoff an Stelle der Sinterglaskeramik muß ja auch erst mal von Bakterien besiedelt werden.

    Quote

    Fe wird absolut nicht angerührt.

    Was ich immer noch noch nicht verstehe.
    Ein Unterschied Deines Beckens hier zu vielen anderen sind vielleicht die selbergemachten Tonkugeln mit Buchenasche.
    Würdest Du vielleicht mal beschreiben, wie genau die gemacht wurden, und welche Materialien genau dabei verwendet wurden?
    Ich versuche die Ursache zu finden und würde die Tonkugeln gerne dabei versuchen zu bewerten.